Russland-Tanker nimmt Kurs auf Kuba: Wladimir Putin reizt Donald Trump mit Öl-Provokation
Mit der Entsendung eines Öltankers in Richtung Kuba könnte Wladimir Putin US-Präsident Donald Trump zur Weißglut bringen. Bild: picture alliance/dpa/Pool via AP | Pavel Bednyakov/AP
Erstellt von Claudia Löwe
20.03.2026 13.15
- Britische Marine überwacht russisches Kriegsschiff und sanktionierten Tanker im Ärmelkanal
- Schickt Wladimir Putin russisches Öl nach Kuba?
- Offene Provokation aus dem Kreml: Diese Bilder werden Donald Trump toben lassen
Die von der britischen Marine am 19. März 2026 veröffentlichte Meldung ist kurz und knapp und wirkt auf den ersten Blick nicht wie eine explosive Schlagzeile, doch der erste Eindruck trügt: Die Royal Navy hat der Meldung zufolge eine zweitägige Überwachungsmission im Ärmelkanal abgeschlossen. Dabei wurden ein russisches Kriegsschiff und ein unter Sanktionen stehender Öltanker beobachtet, die in westlicher Richtung durch britische Gewässer fuhren, wie auf der offiziellen Webseite der Royal Navy zu lesen ist.
Russisches Kriegsschiff und sanktionierter Öl-Tanker im Ärmelkanal unter Beobachtung
Demnach verfolgten das Patrouillenboot "HMS Mersey" und ein Wildcat-Hubschrauber der 815 Naval Air Squadron die Fregatte "RFN Soobrazitelny" sowie den Tanker "MV Anatoly Kolodkin". Am westlichen Ende des Kanals trennten sich die beiden Schiffe: Während das Kriegsschiff zurück nach Osten abdrehte, setzte der Tanker seinen Kurs in den Atlantik fort. Leutnant Commander Dan Wardle, Kommandant der "HMS Mersey", erklärte laut Royal Navy: "Diese Operation zeigt deutlich die Einsatzbereitschaft und operative Fähigkeit der 'Mersey' bei der Überwachung russischer Schiffsbewegungen in unseren Gewässern."
Wladimir Putin schickt russisches Öl nach Kuba - wie reagiert Donald Trump?
Dass ein russischer, von westlichen Sanktionen betroffener Öl-Tanker mit kostbarer Fracht Kurs auf Kuba nimmt, gleicht einer offenen Provokation Wladimir Putins in Richtung Donald Trump. Der US-Präsident hat nämlich aus einem bestimmten Grund ein Auge auf den karibischen Inselstaat geworfen und mehr als deutlich zu verstehen gegeben, dass er sich Kuba in absehbarer Zeit unter den Nagel reißen werde. Das Land befindet sich aktuell in einer schweren Energiekrise. Rund zehn Millionen Kubanerinnen und Kubaner sind von Stromausfällen betroffen, nachdem das ohnehin fragile Stromnetz unter der enormen Belastung zusammengebrochen ist. Die Unterbrechungen dauern teilweise bis zu 20 Stunden am Tag.
Kuba am Rande des Zusammenbruchs: Karibik-Insel seit 3 Monaten ohne Öl-Importe
Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel teilte mit, dass seit drei Monaten keine Erdöllieferungen mehr auf der Insel eingetroffen seien. Die Ölimporte aus Venezuela wurden eingestellt, nachdem die USA den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro verhaftet hatten. Dieser Wegfall der Treibstoffversorgung hat das bereits angeschlagene Energiesystem an den Rand des Kollapses gebracht. Die anhaltenden Blackouts treffen besonders den Tourismussektor hart, der eine tragende Säule der kubanischen Wirtschaft darstellt. Zusammen mit chronischen Engpässen bei Lebensmitteln und Medikamenten wächst die Verzweiflung in der Bevölkerung.
Russischer Tanker mit 730.000 Barrel Öl auf Kurs gen Atlantik - genaues Ziel unklar
Erweist sich Wladimir Putin in dieser brenzligen Situation als Kubas Retter in der Not? Die "MV Anatoly Kolodkin" hat nach Berichten der "New York Times" Kurs auf Kuba genommen. Der sanktionierte Tanker transportiert schätzungsweise 730.000 Barrel Rohöl – eine Menge, die den Energiebedarf der Karibikinsel für mehrere Wochen decken könnte. Das Schiff verließ am 9. März den russischen Hafen Primorsk und gab als Zielort kurioserweise "Atlantis, USA" an. Wohin die Reise tatsächlich führt, bleibt offiziell unbekannt. Sollte Russland versuchen, die amerikanische Ölblockade zu durchbrechen, könnte dies zu einer direkten Konfrontation zwischen den beiden Großmächten führen. Die Ladung des Tankers würde für Kuba angesichts der verzweifelten Energielage eine erhebliche Entlastung bedeuten.
Donald Trump droht mit Vergeltung gegen Öllieferanten - macht sich Wladimir Putin zur Zielscheibe der US-Wut?
Die Situation birgt erhebliches Eskalationspotenzial. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, jedes Land mit Strafzöllen zu belegen, das Öl an Kuba verkauft. Erst kürzlich änderte ein chinesisch-russischer Tanker namens "The Sea Horse" nach dreiwöchigem Stopp im Atlantik seinen Kurs – offenbar als Reaktion auf diese Drohungen. Donald Trump verschärfte zuletzt seine Rhetorik gegenüber Kuba deutlich. Anfang des Monats brachte er eine "freundliche Übernahme" der Insel ins Gespräch, fügte jedoch hinzu, es müsse "vielleicht keine freundliche Übernahme" sein. Diese Woche bezeichnete er Kuba als "geschwächten Staat" und erklärte, er könne "alles machen, was ich will" mit dem Land. Die Spannungen zwischen Washington und Moskau könnten sich durch eine russische Öllieferung nach Kuba erheblich verschärfen.
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