Ilja Remeslo: Nach Abrechnung mit Putin - Ex-Verbündeter in Psychiatrie eingewiesen
Nach öffentlicher Kritik an Putin wurde ein früherer Kreml-Propagandist in die Psychiatrie eingewiesen. Bild: picture alliance:dpa:Pool Sputnik Kremlin | Mikhail Tereshchenko
Erstellt von Franziska Kais
19.03.2026 15.58
- Ilja Remeslo nach Putin-Kritik in Psychiatrie eingewiesen
- Kreml-Propagandist rechnete öffentlich mit Wladimir Putin ab
- Remeslo warf Putin Machtmissbrauch vor und kritisierte den Ukraine-Krieg
- Ex-Verbündeter sagte voraus, dass Putin noch 2026 gestürzt wird
Ein langjähriger Kreml-Propagandist ist Medienberichten zufolge nach einer überraschenden politischen Kehrtwende in eine psychiatrische Klinik eingeliefert worden. Der Blogger Ilja Remeslo sei in St. Petersburg in die Psychiatrie Nummer 3 eingewiesen worden, berichtete etwa das Internetportal "Fontanka".
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Ilja Remeslo nach Putin-Kritik in Psychiatrie eingewiesen
Zuvor hatte Ilja Remeslo, der bis dahin als Denunziant der russischen Opposition bekannt war, mit einer scharfen Kritik an Kremlchef Wladimir Putin und dem von ihm befohlenen Krieg in der Ukraine für Aufsehen in Russland gesorgt.
Ex-Verbündeter rechnet mit Wladimir Putin ab - Kremlchef als Präsident "illegitim"
Auf seinem Telegramkanal schrieb der frühere Kreml-Propagandist unter anderem, dass Wladimir Putin als Präsident illegitim sei und vor ein Kriegsgericht gehöre. Putin habe das Land mit dem Ukraine-Krieg politisch und wirtschaftlich in die Sackgasse geführt, die Medienfreiheit erstickt und sei nun dabei, das Internet abzuschalten, klagte Ilja Remeslo.
Putin-Kritiker in Psychiatrie eingewiesen - Kreml sendet Warnung an alle Gegner
Die Reaktion der Behörden auf den Sinneswandel Remeslos dürfte auch als klare Warnung an alle Kreml-Kritiker verstanden werden. Schon zu Sowjetzeiten wurden Nervenheilanstalten als Instrument zur Unterdrückung Andersdenkender missbraucht. Die Zwangsunterbringung zahlreicher Dissidenten dort diente dazu, sie zu diskreditieren und ihren Willen zu brechen.
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