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Pete Hegseth: "Planlos und überfordert" - US-Präsident und Minister unter Beschuss

Donald Trump: Regierung wird wegen Iran-Strategie massiv kritisiert Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein

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  • Insider wirft Pete Hegseth vor, in Briefings überfordert zu sein und Texte abzulesen
  • Öffentliche Auftritte von Donald Trumps Minister irritieren durch widersprüchliche Aussagen
  • Spannungen mit Medien und interne Konflikte verschärfen die Lage im Iran-Konflikt

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Im Zuge des Iran-Konflikts steht US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zunehmend unter Druck. Ein demokratischer Abgeordneter erhebt schwere Vorwürfe und bezeichnet ihn als überfordert und schlecht vorbereitet.

Insider erhebt deutliche Vorwürfe gegen Donald Trumps Verteidigungsminister

James Walkinshaw, Mitglied eines Kontrollgremiums im US-Repräsentantenhaus, schildert seine Eindrücke aus vertraulichen Briefings zum Krieg. Demnach habe Hegseth große Schwierigkeiten, auf Fragen einzugehen, die über vorbereitete Aussagen hinausgehen. Walkinshaw erklärte "Daily Beast" zufolge, der Minister lese in den Sitzungen weitgehend vorgegebene Texte ab und könne komplexe Themen nicht ausreichend erklären. Weder strategische Ziele noch militärische Details seien ihm überzeugend zu entlocken gewesen.

Auch öffentliche Auftritte von Pete Hegseth sorgen für Kritik

Nicht nur hinter verschlossenen Türen, auch in der Öffentlichkeit gerät Hegseth immer wieder in die Kritik. Bei Pressekonferenzen wich er mehrfach konkreten Fragen aus und reagierte teilweise gereizt auf Nachfragen von Journalisten. So wollte er sich weder klar zu möglichen Einsätzen von Bodentruppen äußern noch ein konkretes Ziel des militärischen Vorgehens benennen. Gleichzeitig kam es zu widersprüchlichen Aussagen über Dauer und Umfang des Einsatzes, was zusätzliche Unsicherheit auslöste. Zudem wird ihm vorgeworfen, dass seine Frau im Hintergrund deutlichen Einfluss auf ihn hat.

Spannungen mit Medien nehmen zu

Die Kommunikation zwischen dem Pentagon und den Medien gilt als angespannt. Pete Hegseth kritisierte ebenso wie der US-Präsident Donald Trump immer wieder die Berichterstattung offen und griff einzelne Journalistinnen und Journalisten persönlich an. In einem Fall wurde sogar die Berichterstattung selbst zum Thema einer Pressekonferenz. Auch organisatorisch gab es Einschränkungen. Fotografen wurden zeitweise von Terminen ausgeschlossen, nachdem sich das Team des Ministers über die Darstellung in den Medien beschwert hatte.

Unklare Strategie im Iran-Konflikt rund um Donald Trump und seine Minister

Die Kritik an Hegseth fällt in eine Phase wachsender Unsicherheit über die Ausrichtung der US-Politik im Iran-Konflikt. Innerhalb der Regierung gibt es offenbar unterschiedliche Einschätzungen. Zuletzt trat ein hochrangiger Sicherheitsbeamter zurück und begründete dies damit, dass der Iran aus seiner Sicht keine unmittelbare Bedrohung darstelle. Gleichzeitig weist Teheran Verhandlungsbereitschaft zurück und hält an seiner bisherigen Linie fest.

Auswirkungen auf die Region

Die angespannte Lage zeigt sich auch in der Schifffahrt. Der Verkehr durch die wichtige Straße von Hormus ist deutlich zurückgegangen, was die wirtschaftliche Bedeutung des Konflikts unterstreicht. Beobachter sehen die widersprüchlichen Signale aus Washington mit Sorge. Die Kritik an der Führung im Pentagon könnte die Unsicherheit weiter verstärken und die ohnehin angespannte Situation zusätzlich verschärfen.

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/gom/news.de

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