Donald Trump: Völlig aus dem Häuschen - er spricht von einem finalen Schlag
Donald Trump hat eine neue Iran-Drohung losgelassen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
18.03.2026 15.31
- Donald Trump tobt gegen US-Verbündete wegen Meerenge
- Donald Trumps Fehler wird offensichtlich
- Trump-Kehrtwende nach Absagen der Nato-Partner
US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social mit drastischen Worten einen möglichen finalen Schlag gegen das iranische Regime ins Spiel gebracht. Er stellte die Frage, was geschehen würde, wenn die Vereinigten Staaten das verbliebene iranische Regime "erledigen" würden, das er als Terrorstaat bezeichnete.
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Donald Trump tobt gegen US-Verbündete wegen Meerenge
In seinem Beitrag übte Trump zudem scharfe Kritik an Verbündeten, die sich weigern, sich an den laufenden Militäroperationen zu beteiligen.
- "Das würde einige unserer nicht reagierenden 'Verbündeten' in Gang bringen, und zwar schnell", schrieb der Präsident.
Trumps Äußerungen richteten sich insbesondere gegen jene Länder, die seinen Appell zur militärischen Unterstützung bei der Sicherung der Schifffahrtsroute in der Meerenge von Hormus abgelehnt haben. In einem weiteren Beitrag betonte er, der Iran gelte als weltweit führender staatlicher Sponsor von Terrorismus.
Donald Trumps Fehler wird offensichtlich
Trump schlug vor, die Verantwortung für die Sicherung der strategisch wichtigen Meerenge auf jene Nationen zu übertragen, die sie tatsächlich nutzen. Die Vereinigten Staaten seien nicht auf diese Schifffahrtsroute angewiesen, betonte der Präsident in seinem Beitrag.
Diese Argumentation zielt auf Länder ab, die weitaus stärker von Ölexporten aus der Golfregion abhängig sind als die USA. Washington importiert tatsächlich vergleichsweise geringe Mengen Erdöl aus dieser Region.
- Allerdings weisen Experten darauf hin, dass die weltweiten Energiemärkte eng miteinander verknüpft sind. Eine Blockade der Meerenge würde daher auch in den USA die Benzinpreise auf hohem Niveau halten, selbst wenn das Land die Route nicht direkt nutzt. Die Straße von Hormus wird von iranischen Raketen- und Drohnenangriffen lahmgelegt, seit die USA und Israel ihren Militärschlag gegen Teheran begonnen haben.
Trump-Kehrtwende nach Absagen der Nato-Partner
Noch zu Wochenbeginn hatte Trump die Verbündeten und die Nato eindringlich aufgefordert, bei der Sicherung der Straße von Hormus mitzuwirken. Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus appellierte er, andere Nationen sollten sich "schnell und mit großem Enthusiasmus" beteiligen.
Doch bereits am Dienstag schlug die Stimmung um. Die meisten Nato-Mitglieder hätten Washington mitgeteilt, dass sie sich an der Militäroperation gegen den Iran nicht beteiligen wollen, schrieb Trump. Trotz grundsätzlicher Zustimmung zur Linie gegen Teheran lehnten die Bündnispartner eine aktive Mitwirkung ab.
Die Reaktion des Präsidenten fiel harsch aus.
- "Wir brauchen die Hilfe von niemandem!", verkündete Trump in einem weiteren Truth-Social-Beitrag in Großbuchstaben.
- Die USA hätten militärisch so große Erfolge erzielt, dass Unterstützung durch Nato-Staaten, Japan, Australien oder Südkorea weder benötigt noch gewünscht sei.
- Die Hilfe habe man ohnehin nie gebraucht, fügte er hinzu.
Energiekrise durch blockierte Meerenge
Die Straße von Hormus zählt zu den bedeutendsten Schifffahrtsrouten der Welt für den Energietransport. Rund ein Fünftel der globalen Rohöllieferungen passiert diese strategische Meerenge zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel.
Seit dem Beginn des amerikanisch-israelischen Militärschlags gegen Teheran am 28. Februar haben die Ölpreise weltweit einen dramatischen Anstieg erlebt. Die Preise kletterten um 40 bis 50 Prozent nach oben, nachdem der Iran mit Angriffen auf die Schifffahrt und massiven Raketen- und Drohnenoffensiven in der Region reagiert hatte.
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