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Iran-Krieg aktuell: Druckmittel birgt Risiko - diese Ziele könnten den Konflikt weiter eskalieren lassen

Donald Trump könnte im Iran-Krieg vor einem Risiko stehen. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Niall Carson

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  • Straße von Hormus: Die Lage im Iran-Krieg könnte eskalieren
  • Golfstaaten könnten durch Eskalationen in den Konflikt hineingezogen werden
  • InselKharg würde als Druckmittel für Donald Trump ein Risiko bedeuten

Ende Februar 2026 haben Israel und die USA den Iran angegriffen. Der Iran hat reagiert und die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge im Persischen Golf blockiert, indem es unter anderem einige Tanker bombardiert. Die Straße von Hormus ist zur Schachfigur im Konflikt geworden. Dort könnte sich laut einer aktuellen Analyse entscheiden, ob der Krieg im Iran eskaliert.

Blockade von Meerenge könnte Iran-Krieg eskalieren lassen

Sollte der Iran seine Angriffe auf die Meerenge verstärken oder Verbündete wie dieHuthi-Miliz im Jemen verpflichten, könnte sich die Lage ausweiten. Nach Angaben von "Focus Online", die sich auf "The Economist" beziehen, könnten weitere militärische Aktionen in diesem Gebiet Golfstaaten mit hineinziehen. Donald Trump hatte versprochen, den Weg freizumachen. Das dürfte schwierig werden. Der Iran hat die Karten in der Hand. Eine einzige Drohung könnte ausreichen, um den ohnehin angespannten Ölmarkt zu belasten, heißt es in dem Bericht. Andererseits sei es für Teheran schwierig, der US-Regierung mit einer Blockade zu drohen, um ein Kriegsende herbeizuführen.

Trump fordert Hilfe für Straße von Hormus: Absage von Merz

Dass der Iran reagiert und den Ölhandel durch die Meerenge beeinflusst, darüber wurde Trump von einem General informiert. Doch der US-Präsident ignorierte die Warnung. Das US-Militär agierte. Die Folgen machten sich schnell auf dem Ölmarkt bemerkbar. Die Ölpreise erhöhten sich rasant, weil weniger Erdöl durch die Handelsstraße gelangte. Die US-Regierung will die Durchfahrt wiederherstellen. Trump hat Länder, die auf Öltransporte über die Straße von Hormus angewiesen sind, zur Unterstützung bei einer Sicherung der Schifffahrt aufgerufen. Die Durchfahrt dort ist im Iran-Krieg für viele Schiffe wegen laufender Angriffe zum großen Risiko geworden. Trump hat die Entsendung von Kriegsschiffen etwa aus China, Japan oder Südkorea sowie Frankreich, Großbritannien und anderen Ländern ins Spiel gebracht. Auch in Deutschland gibt es Diskussionen dazu. Bundeskanzler Friedrich Merz erteilte dem Hilfegesuch des US-amerikanischen Staatschefs aber eine Absage.

Riskantes Druckmittel: Wieso die Insel Kharg für Trump zum Problem werden könnte

Neben der Straße von Hormus könnte die Insel Kharg zum Druckmittel für künftige Verhandlungen mit dem Iran werden, sollten die USA die Insel einnehmen. Doch dieser Fall birgt Risiken, durch die in der Nähe gelagerten iranischen Raketen und Drohnen. Außerdem könnte ein Angriff die Energiemärkte weiter belasten und eine Umweltkatastrophe auslösen, wenn das Öl-Terminal auf der Insel angegriffen wird. Die USA attackierten bereits militärische Ziele, verschonten aber das Terminal. 

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/loc/news.de/dpa

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