Melania Trump verspottet: Eklat bei den Oscars – Jimmy Kimmel schießt gegen Trump-Ehefrau
Melania Trump erntete bei der diesjährigen Oscarverleihung Spott und Häme für ihre Dokumentation. Bild: picture alliance/dpa/AP | Angelina Katsanis
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster
16.03.2026 11.44
- Jimmy Kimmel verspottet Melania Trump bei Oscar-Verleihung
- Publikum reagiert mit Applaus
- Weißes Haus reagiert empört
- Trumps Kommunikationschef Steven Cheung attackiert Kimmel scharf
Die Oscar-Bühne wurde kurzzeitig zur politischen Arena: Comedian und Moderator Jimmy Kimmel nutzte seinen Auftritt bei der Verleihung der Academy Awards für einen spitzen Seitenhieb gegen Melania Trump. Während er den Preis für den besten Dokumentarfilm überreichte, machte er sich über die kürzlich erschienene Dokumentation der First Lady lustig – und löste damit prompt eine wütende Reaktion aus dem Umfeld von Präsident Donald Trump aus.
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Kimmel verspottet Melania-Doku vor Oscar-Publikum
Der Late-Night-Moderator trat am Sonntagabend im Dolby Theatre auf die Bühne, um den Oscar für den besten Dokumentarfilm zu präsentieren. Dabei ließ er sich einen politischen Seitenhieb nicht verkneifen, wie unter anderem das Portal "Newsweek" berichtet. Mit Blick auf Dokumentarfilme sagte Kimmel: "Es gibt auch Dokumentarfilme, in denen man durchs Weiße Haus läuft und Schuhe anprobiert." Anschließend legte er nach: "Oh Mann, er wird sauer sein, dass seine Frau dafür nicht nominiert wurde." Der Kommentar spielte auf den Film Melania an, der Anfang des Jahres erschienen war und von Kritikern überwiegend negativ bewertet wurde.
Moderator Jimmy Kimmel nutzte seinen Auftritt bei der Verleihung der Academy Awards für einen spitzen Seitenhieb gegen Melania Trump. Bild: picture alliance/dpa/Invision | Chris Pizzello
Nordkorea und CBS – Kimmels Spitze gegen die Redefreiheit
Doch der Moderator hatte noch weitere Ziele im Visier. Bevor er den Dokumentarfilm-Preis verkündete, holte Kimmel zu einem Seitenhieb gegen den Fernsehsender CBS aus. "Es gibt Länder, deren Anführer die Redefreiheit nicht unterstützen. Ich darf nicht sagen, welche", erklärte er scheinheilig. "Belassen wir es bei Nordkorea und CBS."
Das Publikum quittierte die Bemerkung mit Applaus. Der Hintergrund: CBS steht seit der Übernahme durch David Ellisons Skydance-Unternehmen in der Kritik. Der Mutterkonzern Paramount hatte zudem einen 16-Millionen-Dollar-Vergleich mit Trump wegen einer "60 Minutes"-Berichterstattung geschlossen. Kritiker werfen dem Sender seither eine MAGA-freundliche Ausrichtung vor.
Trumps Kommunikationschef rastet auf X aus
Die Reaktion aus dem Weißen Haus ließ nicht lange auf sich warten. Kommunikationsdirektor Steven Cheung veröffentlichte einen wütenden Beitrag auf X, in dem er Kimmel als "klassenlosen Hack" attackierte.
Der Comedian projiziere "seine Depression und Traurigkeit auf andere", schrieb Cheung. "Er führt eine erbärmliche Existenz, bei der niemand – nicht einmal seine Familie – seine miserable Gesellschaft genießt." Die einzigen, die ihm noch Aufmerksamkeit schenkten, seien "Hollywood-Eliten".
Cheung griff zudem Kimmels Vergangenheit auf und nannte ihn "Mr. Blackface" – eine Anspielung auf frühere Comedy-Sketche, in denen der Moderator Prominente wie Oprah Winfrey und Snoop Dogg imitiert hatte. Für diese Auftritte hatte sich Kimmel bereits entschuldigt.
Kimmel vs. Trump: Eine Fehde mit langer Geschichte
Die Auseinandersetzung zwischen Kimmel und Trump schwelt seit Jahren. Dabei trat der heutige Präsident viermal in Kimmels Late-Night-Show auf – zuletzt während seines ersten Wahlkampfs 2016. Inzwischen ist das Verhältnis zerrüttet.
Der Dokumentarfilm "Melania" landete nach einem kurzen Kinostart schnell beim Streamingdienst Amazon. Berichten zufolge zahlte das Unternehmen rund 75 Millionen Dollar für das Projekt – ein Deal, den Amazon-Chef Jeff Bezos persönlich eingefädelt haben soll.
Kimmel hatte den Film bereits Anfang des Monats als "tödlich langweilig" bezeichnet. "Das Ganze besteht daraus, dass Melania zu Anproben geht, im Auto fährt, Kleidung anprobiert und Leute für Jobs interviewt", so der Moderator. Gegenüber "Variety" gab Kimmel bei den Oscars zu, er sei "erschöpft" davon, jeden Abend über den Präsidenten berichten zu müssen.
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