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Donald Trump rastet aus: US-Präsident fordert Todesstrafe für Journalisten

Donald Trump droht Journalisten wegen kritischer Kriegsberichterstattung. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein

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  • Donald Trump fordert harte Todesstrafe für Journalisten
  • US-Präsident wütet auf Truth Social
  • Auslöser ist ein Bericht des "Wall Street Journal" über beschädigte US-Tankflugzeuge in Saudi-Arabien
  • Trump spricht von "Verrat" und angeblichen iranischen Desinformationskampagnen

Der Ton aus dem Weißen Haus wird schärfer: US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag die Todesstrafe für Journalisten gefordert, die kritisch über seinen Krieg im Iran berichten. In einem Beitrag auf Truth Social bezeichnete der 79-Jährige negative Berichterstattung als Verrat.

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Donald Trump fordert Todesstrafe für Journalisten wegen "angeblich falscher Berichterstattung"

Trump attackierte insbesondere das "Wall Street Journal" wegen angeblich falscher Berichterstattung. Die Zeitung hatte am Samstag über fünf US-Tankflugzeuge berichtet, die von iranischen Streitkräften auf einem saudischen Luftwaffenstützpunkt getroffen, aber nicht vollständig zerstört wurden.

Der Präsident warf den Medien vor, wissentlich falsche Informationen zu verbreiten. Solche Medien sollten wegen "Hochverrats" angeklagt werden, forderte Trump.

Angriff auf US-Militärflugzeuge als Auslöser für Wut-Tirade

In seinem fast 400 Wörter langen Beitrag auf Truth Social griff Trump das "Wall Street Journal" direkt an. Die Zeitung hatte am Samstag berichtet, dass iranische Streitkräfte fünf amerikanische Tankflugzeuge auf einem Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien beschossen hatten.

Der Präsident beschuldigte den Iran, die Medien mit Falschinformationen zu füttern. Teheran nutze sogar künstliche Intelligenz, um "falsche Informationen" zu verbreiten, behauptete Trump. Als Beispiel nannte er angeblich gefälschte Bilder von "Kamikaze-Booten", die Schiffe auf See angreifen würden. Diese Boote würden gar nicht existieren, so der Präsident.

Auch ein Bild des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln, der angeblich "unkontrolliert im Ozean brenne", sei eine Fälschung des Iran. Der Iran sei dabei, den Krieg zu verlieren, und "Die linksradikale Presse weiß das ganz genau, verbreitet aber weiterhin falsche Berichte und LÜGEN", polterte der Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Deshalb sei er begeistert, dass die Lizenzen einiger dieser "korrupten und hochgradig unpatriotischen "Nachrichten"-Organisationen" nun von der Medienaufsichtsbehörde überprüft würden.

Trump wütet bei Truth Social: Medien sollen wegen Verrats angeklagt werden

Trump forderte in seinem Beitrag, dass Medien strafrechtlich verfolgt werden sollten. "Die Geschichte war wissentlich FALSCH und in gewisser Weise kann man sagen, dass jene Medien, die sie verbreitet haben, wegen HOCHVERRATS für die Verbreitung falscher Informationen angeklagt werden sollten", schrieb der Präsident.

Der 79-Jährige behauptete zudem, die USA hätten das iranische Militär bereits besiegt. Er warf den Medien vor, "sehr dankbar" iranische Propaganda aufzugreifen. Trump bezeichnete kritische Berichterstattung wiederholt als Werk der "Fake News Medien".

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/bua/news.de/dpa/stg

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