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Donald Trump: Geheime Umfrage in Mar-a-Lago - hier bereitet er seine Nachfolge vor

Donald Trump bereitet die Partei auf seine Nachfolge vor. Besonders auffällig sind seine positiven Erwähnungen über Außenminister Marco Rubio. Bild: dpa/AP/Julia Demaree Nikhinson

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  • Donald Trump berät sich mit Großspendern über seine künftige Nachfolge
  • J.D. Vance oder Marco Rubio - wer könnte auf Donald Trump bei den Republikanern folgen?
  • Trump-Vize seit dem Iran-Krieg in keiner guten Position
  • Beobachter sprechen von Machtverschiebung innerhalb der Partei

Ende Februar versammelte Donald Trump rund 25 republikanische Großspender in seinem Anwesen Mar-a-Lago - und stellte eine brisante Frage: Wer soll künftig sein Nachfolger in der republikanischen Partei werden? Marco Rubio oder J.D. Vance? Die Antwort fiel dabei ziemlich eindeutig aus.

Umfrage in Mar-a-Lago mit eindeutigen Ergebnis: Wer wird Nachfolger von Donald Trump?

"Es war fast einstimmig für Marco", berichtete ein Anwesender gegenüber "NBC News"über die interne Abstimmung, die einen künftigen Machtkampf innerhalb der Trump-Partei andeutet.

Während öffentliche Umfragen Vance noch deutlich vorne sehen – 77 Prozent der republikanischen Wähler bewerten ihn positiv gegenüber 66 Prozent für Rubio – zeichnet sich in Trumps innerem Zirkel offenbar ein anderes Bild ab.

"Es ist eine Vorwahl zwischen zwei Männern", fasste der Spendensammler zusammen. Die Dynamik sei jedoch im Fluss – und in Trumps Umfeld könne sich das Blatt schnell wenden. Wie schnell, zeigt sich auch in den darauffolgenden Aussagen aus dem Trump-Umfeld.

Trump-Vertraute relativieren das Ergebnis der internen Umfrage: Die Mar-a-Lago-Spenderrunde sei traditionell keine Vance-Unterstützergruppe gewesen. "Diese Leute hatten schon damals für Marco als Vizepräsidenten geworben", erklärte ein ehemaliger Regierungsbeamter. In aktuellen Umfragen liegt Vance daher weiterhin deutlich vorn. Ein möglicher Machtwechsel sei dennoch erkennbar.

Marco Rubio rückt ins Rampenlicht im Rennen um die Trump-Nachfolge

Der Iran-Konflikt hat die Machtverhältnisse im Trump-Kabinett sichtbar verschoben. Während Außenminister Rubio in der improvisierten Kommandozentrale in Mar-a-Lago neben Trump saß, befand sich Vizepräsident Vance in Washington – aus Sicherheitsgründen, wie ein Sprecher betonte.

Trump überhäuft seinen Chefdiplomaten seither mit Lob. Bei einem Empfang für den Fußballmeister Inter Miami verkündete er: "Er wird als bester Außenminister in die Geschichte des Landes eingehen." Scherzhaft fügte er hinzu, er wolle nicht, dass Rubio zu populär werde – sonst sei er plötzlich nicht mehr da.

Vance hingegen ist seit seinem Fernsehauftritt Anfang März kaum noch öffentlich in Erscheinung getreten. Selbst seine sonst aggressive Social-Media-Präsenz ist merklich ruhiger geworden.

J.D. Vance gerät ins Abseits - der Irak-Veteran im Zwiespalt

Für J.D. Vance ist die Situation besonders heikel. Als ehemaliger Irak-Soldat hat er sich jahrelang gegen amerikanische Verstrickungen in ausländische Konflikte ausgesprochen. Nun muss er einen Krieg verteidigen, der nicht zu seinen persönlichen Überzeugungen passt.

Risiken auf beiden Seiten

Der Iran-Krieg birgt jedoch auch für Rubio Gefahren. "In vielerlei Hinsicht ist das der schlechteste Zeitpunkt für Marco Rubio, um aufzusteigen", warnte ein ehemaliger Trump-Beamter. Werde der Krieg als unpopulär wahrgenommen, sei es wenig vorteilhaft, dafür Anerkennung zu bekommen.

Rubio leistete sich zudem Kommunikationspannen: Seine Andeutung, die USA seien Israel in den Krieg gefolgt, erzürnte selbst MAGA-Influencer. Und ein langjähriger Trump-Spendensammler stellte die entscheidende Frage: Hat Rubio überhaupt den nötigen Ehrgeiz für eine Kandidatur?

Trump genießt die Rolle des Königsmachers

Der Präsident macht keinen Hehl daraus, dass er bei der Nachfolgefrage mitmischen will. Regelmäßig befragt er Berater und Vertraute zu dem Thema – eine Gewohnheit, die laut Insidern nicht immer konkrete Konsequenzen hat. "Das macht Trump ständig. Und oft bedeutet es gar nichts", erklärte ein langjähriger Berater.

Doch hinter den Kulissen verschiebt sich scheinbar etwas. "Er redet über Marco und nicht über JD", beobachtete ein republikanischer Senator. Vance hingegen "irrt in der Wildnis umher".

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/sfx/stg/news.de

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