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Donald Trump: "Ein widerlicher Heuchler" - US-Präsident nach Angstmacherei abgestraft

Donald Trump spielt die durch den Militäreinsatz im Iran gestiegenen Ölpreise herunter. Bild: picture alliance/dpa/Pool The New York Times | Kenny Holston

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  • Ölpreise steigen nach Militärschlägen im Iran.
  • Donald Trump redet die Lage klein, warnt vor angeblichem Zusammenbruch und spielt sich als Problemlöser auf.
  • Fassungslosigkeit über Trumps Aussagen zur Ölkrise.

Die Militärschläge gegen den Iran haben die Ölpreise in die Höhe getrieben. Der Ölpreis ist infolge des Iran-Kriegs erstmals seit Jahren wieder über die Marke von 100 US-Dollar gestiegen. Die Lage sieht Donald Trump offenbar nicht als allzu ernst an. Vielmehr inszeniert er sich als unverzichtbare Person in einer globalen Krise.

Ölpreise steigen nach Iran-Schlag: Trump beschwichtigt

Auf seinem Sprachrohr Truth Social versuchte Trump zu beschwichtigen, indem er behauptete: "Die kurzzeitigen Ölpreise, die nach der Beseitigung der nuklearen Bedrohung durch den Iran rapide sinken werden, sind ein sehr geringer Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt." Seine Nachricht schloss er mit einer Beleidigung in Großbuchstaben. "NUR IDIOTEN WÜRDEN DAS ANDERS SEHEN!"

Die aktuellen Preise zeichnen aber ein anderes Bild. Der Preis für die in Europa maßgebliche Nordseesorte Brent stieg im frühen Handel zeitweise um rund 20 Prozent auf 111 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Das hat unter anderem Auswirkungen auf Spritpreise. Am Freitagnachmittag war Brent-Rohöl zur Lieferung im Mai noch mit über 90 Dollar gehandelt worden. Seit Kriegsbeginn vor etwas mehr als einer Woche beläuft sich der Preisanstieg inzwischen auf rund 50 Prozent: Ende Februar waren noch um die 70 Dollar pro Barrel üblich. Auch die Spritpreise sind seither deutlich angestiegen.

"Wir brauchen Trump": US-Präsident spricht von Zusammenbruch der Welt

Zuvor hat sich Trump bereits über die Ölpreise geäußert. In einer Nachricht schürt er Angst und gibt sich gleichzeitig als Problemlöser: "Der Ölpreis geht hoch, die Welt bricht zusammen - wir brauchen Trump." Es sind gewohnte Worte, wie Nutzer auf der Plattform X aufdecken. Über den Aktienmarkt äußerte er sich in der Vergangenheit ähnlich und sprach auch von einem Zusammenbruch. Derzeit rüttelt der Militärschlag im Iran auch am Börsenkurs. Der Leitindex Dax sackte in den Anfangsminuten um mehr als 2,5 Prozent auf 22.927 Punkte ab. Kurzzeitig erreichte er ein Tief seit Mai 2025, stieg dann aber wieder über die Marke von 23.000 Zählern.

Entsetzen über "Problemlöser" Trump

Mit seiner Angstmacherei entsetzt der US-Präsident die Netzgemeinde. Viele zeigen sich vor allem über die letzte Nachricht fassungslos:

  • "Und trotzdem hat er die Frechheit, das zu sagen."
  • "Das Problem wird niemals zum Problemlöser!"
  • "Er hat zu allem einen 'Bist du das?'-Post. Ein widerlicher Heuchler."
  • "Eine der bisher 'unpassendsten' Aussagen, der Brandstifter, der zum Helden wird, widerlich!"

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/loc/news.de/dpa

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