Donald Trump: US-Präsident droht - neuer Iran-Anführer wird "nicht lange überleben"
Donald Trump prophezeit, der neue Oberste Anführer des Iran werde ohne amerikanische Unterstützung "nicht lange überleben". Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Andrew Leyden
Erstellt von Felix Schneider
09.03.2026 13.40
- US-Präsident Donald Trump äußert sich zum neuen Iran-Oberhaupt
- Trump laut eigener Aussage "nicht glücklich" mit der Ernennung
- Der amerikanische Machthaber spricht eine Drohung gegen den Iran aus
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Es hat nicht lange gedauert, bis Modschtaba Chamenei in die Fußstapfen seines Vaters Ali Chamenei trat: Nur acht Tage nach dessen Tod wurde der Sohn des Ayatollahs zum obersten Führer des Irans ernannt. Die Reaktion aus Washington folgte prompt: Mit nur fünf Worten macht US-Präsident Donald Trump seine Meinung zu Irans neuem Oberhaupt deutlich - und spricht eine Warnung an ihn aus.
Donald Trump: Neues Iran-Oberhaupt ist "inakzeptabel"
Am 8. März 2026 ernannte die 88-köpfige Expertenversammlung im Iran den 56-Jährigen Modschtaba Chamenei zum neuen Obersten Führer. Der Schritt bricht nicht nur mit iranischen Traditionen, sondern trotz auch den Warnungen der Trump-Administration. US-Präsident Donald Trump hatte den Sohn des getöteten iranischen Religionsoberhauptes bereits im Vorfeld als "inakzeptabel" bezeichnet, wie unter anderem das "Time"-Magazin berichtet.
Auf die Frage nach seiner Einschätzung zur Ernennung Modschtaba Chameneis antwortete Trump Reportern knapp: "Ich bin nicht glücklich darüber." Zudem drohte der 79-Jährige, dass Chamenei seine Macht alleine nicht halten können werde. "Er wird unsere Zustimmung brauchen. Wenn er unsere Zustimmung nicht hat, wird er nicht lange überleben." Trump betonte, man wolle sicherstellen, nicht in fünf oder zehn Jahren erneut eingreifen zu müssen. "Wir wollen jemanden, der Harmonie und Frieden in den Iran bringt."
Der Sohn des verstorbenen Ali Chamenei, Modschtaba Chamenei (Mitte), folgt seinem Vater als neuer Oberster Führer des Iran. Bild: picture alliance/dpa/AP | Vahid Salemi
Israel erklärt neuen Iran-Anführer zum "eindeutigen Ziel zur Eliminierung"
Noch direkter formulierte es der israelische Verteidigungsminister Israel Katz: Jeder neue Oberste Führer werde "ein eindeutiges Ziel zur Eliminierung sein". Bereits direkt im Anschluss an die Ernennung Modschtaba Chameneis gab es angemeldete Angriffe israelischer Streitkräfte gegen iranische Ziele. Dazu gehören unter anderem Angriffe auf die Infrastruktur im Iran sowie Aktionen im Libanon.
Einem Bericht der "Washington Post" zufolge beginnt die israelische Führungskette indes, nach Lösungen für ein Ende des Krieges zu suchen. "Ich bin mir nicht sicher, ob es in unserem Interesse ist, so lange zu kämpfen, bis das Regime gestürzt ist", so ein nicht namentlich genannter israelischer Beamter. "Niemand will eine unendliche Geschichte."
Geheime Macht - Chamenei bereits seit Jahren Strippenzieher
Obwohl Modschtaba Chamenei nie ein offizielles Regierungsamt bekleidete, galt er seit Jahren als einer der einflussreichsten Akteure im iranischen Machtgefüge. US-Diplomaten bezeichneten ihn einst als "die Macht hinter den Roben" - bereits 2019 wurde der Sohn des toten Ayatollahs mit Sanktionen aus den USA belegt, da er seinen Vater "in offizieller Funktion" vertrat.
Der 1969 in der heiligen Stadt Maschhad geborene Sohn Ali Chameneis kämpfte bereits im Iran-Irak-Krieg und sammelte später erhebliche Macht an. Als Torwächter seines Vaters kontrollierte er den Zugang zum Obersten Führer und baute systematisch Verbindungen zu den Revolutionsgarden auf. Laut "Daily Mail" soll er trotz fehlender Ämter ein Investitionsimperium von über 100 Millionen Pfund kontrollieren.
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