Pete Hegseth: "Unerträglicher Idiot und Lügner" - Schwafel-Interview sorgt für Entsetzen
Ein US-Moderator nahm Pete Hegseth ins Kreuzverhör. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Von news.de-Redakteurin Franziska Kais
09.03.2026 11.22
- Pete Hegseth steht Major Garrett im "60 Minutes"-Interview Rede und Antwort
- CBS-Moderator nimmt Trumps Kriegsminister ins Kreuzverhör
- Eklat um Hegseth-Interview: "Unerträglicher Idiot und Lügner"
Seit den Militärschlägen gegen den Iran gerät nicht nur US-Präsident Donald Trump, sondern auch sein Kriegsminister immer mehr unter Druck. In der Sendung "60 Minutes" nahm CBS-Moderator Major Garrett Pete Hegseth gut eine Woche nach Beginn des Iran-Krieges ins Kreuzverhör und forderte Antworten für das amerikanische Volk. Denn die Angst ist groß, dass auf die Luftangriffe schon bald eine Bodenoffensive folgen könnte.
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Pete Hegseth im "60 Minutes"-Interview - Moderator nimmt Trumps Kriegsminister ins Kreuzverhör
Eine Sorge, die offenbar mehr als berechtigt ist. Denn direkt zu Beginn erklärte Trumps Kriegsminister schonungslos: "Was ich Ihren Zuschauern klarmachen möchte, ist, dass dies erst der Anfang ist." Angesprochen auf mögliche Bodentruppen im Iran erklärte Hegseth, die Regierung würde sich jegliche Optionen offenhalten. "Es wäre völlig unklug von uns, wenn wir uns nicht das Recht vorbehalten würden, eine bestimmte Option zu wählen, unabhängig davon, ob diese den Einsatz von Bodentruppen beinhaltet oder nicht", so der 44-Jährige.
Pete Hegseth benennt den Iran-Konflikt eindeutig als "Krieg"
Eine Antwort, die in Anbetracht früherer Antworten aufhorchen lässt. Denn während einer Pressekonferenz am 4. März hatte sich Hegseth noch damit gerühmt, den iranischen Luftraum sowie die Wasserwege ohne Bodentruppen erobert zu haben. Weiterhin auffällig: Sowohl Donald Trump als auch Pete Hegseth bezeichnen die Ereignisse im Iran abwechselnd als "Krieg" oder aber als "Militäroperation". Eine Wortwahl, die entscheidend ist, denn eine formelle Kriegserklärung muss laut US-Verfassung eigentlich vom Kongress beschlossen werden.
Eklat um Hegseth-Interview: "Unerträglicher Idiot und Lügner"
Angesprochen auf den mutmaßlichen US-Angriff auf eine Grundschule in der Stadt Minab, bei dem schätzungsweise 175 Menschen, darunter Dutzende Kinder, getötet wurden, gab der Kriegsminister im Interview nur eine ausweichende Antwort. "Nun, wir ermitteln noch, und dabei belasse ich es für heute", so Pete Hegseth. Im Netz sorgten die Schwafel-Antworten des Trump-Ministers für Empörung und Entsetzen:
- "Ehrlich gesagt, ist dieser Clown im Grunde nur ein unerträglicher Idiot und Lügner."
- "Hegseth war ein Niemand. Jetzt ist er Militärexperte und Experte für internationales Recht. Wirklich?"
- "Zuerst haben sie geleugnet, dass es Krieg ist. Jetzt nennen sie es offen Krieg."
- "Das ist die dümmste und inkompetenteste Regierung, die ich je erlebt habe."
- "Also ist es Krieg, dann ist es kein Krieg, dann ist es wieder Krieg."
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