Donald Trump: "Nimm deine verdammte Mütze ab!" US-Präsident schockt bei Militärzeremonie
Donald Trump sorgte bei einer Überführungszeremonie mit seiner Kopfbedeckung für Empörung. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
Von news.de-Redakteurin Anika Bube
08.03.2026 08.52
- Bei einer militärischen Überführungszeremonie für sechs gefallene US-Soldaten sorgt Donald Trump mit einer Baseballkappe für Kritik.
- Die Mütze mit der Aufschrift "USA" und "45-47" wird auf seiner Website für 55 Dollar verkauft.
- Politiker und Nutzer sozialer Medien reagieren empört: "Nimm deine verdammte Mütze ab!"
Es sollte ein Moment der Würde sein, doch ausgerechnet Donald Trump sorgte für Empörung. Am Samstag (07.03.2026) nahm der US-Präsident gemeinsam mit First Lady Melania Trump auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover Air Force Base im US-Bundesstaat Delaware an der feierlichen Überführung von sechs im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten teil.
Überführung gefallener Soldaten: Donald Trump empört bei Zeremonie auf Dover Air Force Base
Die mit amerikanischen Flaggen bedeckten Särge wurden dort aus einem Militärflugzeug getragen und zu wartenden Fahrzeugen gebracht – eine Zeremonie, die in den USA als "Dignified Transfer" bekannt ist. Neben Trump und seiner Frau nahmen auch Vizepräsident JD Vance, Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie Generalstabschef Dan Caine teil. Der US- Präsident traf außerdem Angehörige der Gefallenen. "Es ist ein sehr trauriger Tag", sagte Trump später auf dem Rückweg nach Florida.
Während viele Trauergäste schwarz gekleidet waren, fiel Trump mit einem ungewöhnlichen Accessoire auf: Er trug während der Zeremonie eine weiße Baseball-Kappe, bestickt mit der goldenen Aufschrift "USA". An der Seite steht "45-47" – ein Verweis auf Trumps Amtszeiten als 45. und 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Auf der anderen Seite ist die amerikanische Flagge. Besonders pikant: Die identische Kappe wird auf Trumps offizieller Merchandise-Website für 55 Dollar verkauft.
"Kein Gespür für Würde oder Wertschätzung!" Heftige Kritik an Donald Trump
Laut dem Portal "The Daily Beast" hat Trump bei keiner früheren Überführungszeremonie eine Baseballkappe getragen. Auch von anderen US-Präsidenten sind bei solchen Anlässen keine entsprechenden Fotos bekannt. In sozialen Medien folgte prompt Kritik. Der frühere Vorsitzende des Republikanischen Nationalkomitees, Michael Steele, schrieb auf X: "Dieser Narr hat absolut kein Gespür für Würde oder Wertschätzung des Moments." Seine Forderung an den US-Präsidenten: "Nimm deine verdammte Mütze ab!" Auch Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom reagierte scharf. Über einem Video des Weißen Hauses schrieb er: "Nimm deine Mütze ab, du widerlicher kleiner Mann." Der politische Stratege Chris D. Jackson warf Trump zudem vor, eine Wahlkampf-Mütze bei der Überführung gefallener Soldaten getragen zu haben. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Präsident Joe Biden zuvor heftig kritisiert worden war, weil er bei einer ähnlichen Zeremonie kurz auf seine Uhr geschaut hatte. Auch andere X-Nutzer kritisierten Trump scharf:
- "Trump sieht absurd aus, wenn er während der Überführung der gefallenen US-Soldaten diese weiße Baseballkappe trägt", schreibt ein X-Nutzer.
- "Natürlich, denn nichts strahlt so viel Würde aus wie das Tragen einer weißen Baseballkappe bei einer Zeremonie zur Übergabe der sterblichen Überreste von Vätern, Müttern, Söhnen und Töchtern, die in Ihrem unüberlegten, schlecht geführten Krieg der Wahl getötet wurden", heißt es in einem Tweet.
- "Was für eine Schande", meint ein anderer X-Nutzer.
- "Sechs Soldaten kamen in Särgen nach Hause, und er konnte nicht einmal seinen Hut abnehmen. Das sagt alles, was man wissen muss", ist in einem weiteren Tweet zu lesen.
Kritiker verweisen darauf, dass das Abnehmen der Kopfbedeckung in den USA als klassische Respektgeste gilt. Die Veteranenorganisation Veterans of Foreign Wars schreibt in ihren Richtlinien für Militärbegräbnisse, das Abnehmen der Mütze sei "ein sichtbares Zeichen des Respekts". Zwar handelt es sich bei der Überführung nicht um eine Beerdigung, dennoch gilt diese Geste in solchen Momenten als üblich.
Sechs Soldaten im Iran-Krieg bei Drohnenangriff getötet
Die sechs Gefallenen gehörten dem 103. Versorgungskommando der US-Armee an. Sie starben am 1. März bei einem iranischen Drohnenangriff in Kuwait in den ersten Tagen des Konflikts. Unter den Opfern waren: Captain Cody A. Khork (35), Sergeant First Class Noah L. Tietjens (42), Sergeant First Class Nicole M. Amor (39), Sergeant Declan J. Coady (20), Major Jeffrey R. O'Brien (45) sowie Chief Warrant Officer 3 Robert M. Marzan (54).
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