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Karoline Leavitt: Heftiger Streit im Weißen Haus - Trump-Sprecherin fährt Journalistin an

Trump-Sprecherin Karoline Leavitt lieferte sich einen harschen Schlagabtausch mit einer Journalistin. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Heftiger Streit im Weißen Haus
  • CNN-Reporterin legt sich mit Trumps Sprecherin an
  • Debatte über Berichterstattung zu gefallenen Soldaten eskaliert

Im Weißen Haus ist es am Mittwoch (04.03.2026) zu einem heftigen Wortgefecht zwischen Pressesprecherin Karoline Leavitt und CNN-Moderatorin Kaitlan Collins gekommen. Während des ersten Pressebriefings seit Beginn der US-Militärschläge gegen den Iran griff Leavitt die Journalistin und ihren Sender CNN frontal an. Auslöser war die Berichterstattung über sechs im Rahmen der Militäroperation "Operation Epic Fury" gefallene US-Soldaten. "Die Presse will den Präsidenten nur schlecht aussehen lassen", erklärte Leavitt. "Das ist eine Tatsache. Besonders Sie und besonders CNN."

Berichterstattung über gefallene Soldaten lässt Karoline Leavitt explodieren

Der Konflikt entzündete sich an einer direkten Frage von Collins. Die Journalistin wollte wissen, ob die Regierung der Ansicht sei, dass Medien nicht prominent über den Tod von US-Soldaten berichten sollten. Leavitt wies diese Darstellung zurück. Stattdessen forderte sie von den Medien, stärker über militärische Erfolge zu berichten. "Wenn das iranische Regime die Wahl hätte, würde es jeden Einzelnen in diesem Raum töten", erklärte die Sprecherin. Sie betonte zudem, alle sollten dankbar sein für eine Regierung und Streitkräfte, deren Angehörige bereit seien, ihr Leben für die Amerikaner zu opfern – sowohl im Inland als auch für die im Nahen Osten stationierten Truppen.

"Sie sind unaufrichtig!" Trump-Sprecherin greift CNN persönlich an

Die Situation eskalierte, als Collins auf Aussagen von Verteidigungsminister Pete Hegseth verwies. Dieser hatte sich zuvor darüber beschwert, dass der Tod der sechs Soldaten auf den Titelseiten der Medien erschienen war. "Das hat der Minister nicht gesagt, und das hat er auch nicht gemeint, und das wissen Sie!", entgegnete Leavitt sichtlich aufgebracht. "Sie sind unaufrichtig." Als Collins direkt aus Hegseths Stellungnahme zitierte, legte die Sprecherin noch einmal nach: "Besonders Sie und besonders CNN", attackierte sie die Journalistin. Der Sender nehme jede einzelne Aussage der Regierung und versuche, sie gegen den Präsidenten zu verwenden. "Das ist eine objektive Tatsache."

CNN-Moderatorin kontert im Briefing

Collins ließ sich von den Angriffen nicht einschüchtern und widersprach der Darstellung. "Ich glaube nicht, dass die Berichterstattung über Soldatentode ein Versuch ist, den Präsidenten schlecht aussehen zu lassen", hielt sie dagegen. Die Pressesprecherin verwies darauf, dass US-Präsident Donald Trump persönlich an der würdevollen Überführung der gefallenen Soldaten teilnehmen werde. "Wir erwarten, dass Sie darüber berichten, wie Sie es sollten, Kaitlan", sagte Leavitt. Zum Abschluss der Konfrontation griff sie CNN erneut an und verwies auf angeblich negative Berichterstattung sowie die Einschaltquoten des Senders. Collins blieb bei ihrer Position: Die Berichterstattung über den Tod von Soldaten sei kein Angriff auf den Präsidenten.

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/sba/news.de

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