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Beatrix von Storch vs. Kay Gottschalk: AfD-Streit eskalierte - plötzlich stehen Schläge-Vorwürfe im Raum

Ist Beatrix von Storch gegenüber einem AfD-Fraktionskollegen rabiat geworden? Bild: picture alliance/dpa | Bernd Wüstneck

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  • Zoff um Handgreiflichkeiten in der AfD
  • Beatrix von Storch soll Parteikollegen Kay Gottschalk ins Gesicht geschlagen haben
  • "Flache Hand auf die Stirn geknallt": AfD-Bundesvize erhebt schwere Vorwürfe

In der AfD-Bundestagsfraktion ist es zu einem handfesten Streit zwischen zwei hochrangigen Parteimitgliedern gekommen - und das "handfest" ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Kay Gottschalk erhebt schwere Vorwürfe gegen die Fraktions-Vize Beatrix von Storch: Sie sei ihm gegenüber handgreiflich geworden, wie unter anderem bei "Focus online" zu lesen ist.

Gewalteskalation in der AfD: Beatrix von Storch soll Parteikollegen geschlagen haben

"Sie hat mir erst das Handy vor die Nase gehalten und mir dann zweimal die flache Hand auf die Stirn geknallt", schilderte Gottschalk den Vorfall. Die "Bild"-Zeitung berichtete zuerst über den Zwischenfall. Beatrix von Storch stellt die Situation unterdessen völlig anders dar. Sie habe ihren Fraktionskollegen keineswegs geschlagen, sondern lediglich "an seine Stirn getippt", erklärte sie.

Streit um Iran-Krieg eskaliert in Handgreiflichkeiten

Der Konflikt entstand dem Vernehmen nach während einer internen Sitzung der AfD-Fraktion. Gottschalk hatte dort bemängelt, dass eine Stellungnahme zum Iran-Krieg Anfang März nicht rechtzeitig veröffentlicht worden sei. Diese Kritik richtete sich offenbar gegen die Arbeit der Fraktionsführung. Nach Angaben von Sitzungsteilnehmern reagierte Beatrix von Storch unmittelbar auf diese Beanstandung. Sie ging demnach direkt zu Gottschalk und hielt ihm zunächst ihr Mobiltelefon vors Gesicht. Was danach geschah, schildern beide Beteiligten unterschiedlich: Während Gottschalk von zwei Schlägen mit der flachen Hand spricht, beschreibt von Storch die Berührung als harmloses Antippen.

Kay Gottschalk empört über Verhalten von Parteikollegin: "Absolut unangemessen"

"Ich war völlig überrascht und halte dieses Verhalten für absolut unangemessen", kommentierte Gottschalk den Vorfall. Eine unabhängige Klärung oder juristische Bewertung des Geschehens liegt bislang nicht vor. Der Zwischenfall sorgt in der Öffentlichkeit für Diskussionen. Kritiker sehen darin ein Zeichen für problematische Umgangsformen innerhalb der AfD-Fraktion. Andere mahnen, den Vorgang nicht vorschnell zu bagatellisieren, wenn ein Parteivize öffentlich einen körperlichen Übergriff schildere. Dem stehen Stimmen gegenüber, die den Vorwurf als parteischädigendes Verhalten werten, weil Gottschalk damit an die Öffentlichkeit ging.

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/news.de/dpa/stg

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