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Donald Trump: Plötzlich spricht der US-Präsident von "friedlicher Übernahme" dieses Landes

Inmitten der Spannungen zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten bringt US-Präsident Donald Trump eine "friedliche Übernahme" Kubas ins Spiel. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Suzanne Plunkett

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  • Donald Trump will sich Kuba unter den Nagel reißen
  • Plötzlich spricht der US-Präsident von "friedlicher Übernahme"
  • Kommunistischer Inselstaat laut Trump "ein scheiternder Staat"

Mitten in den angespannten Beziehungen zwischen den USA und Kuba wirft US-Präsident Donald Trump die Möglichkeit einer "friedlichen Übernahme" des Karibikstaates auf. "Es könnte durchaus zu einer friedlichen Übernahme Kubas kommen", erklärte der Republikaner am 27. Februar 2026 vor Journalisten im Weißen Haus.

Donald Trump liebäugelt mit Übernahme von "scheiterndem Staat" Kuba

"The Don" beschrieb die Lage auf der Insel in drastischen Worten: "Kuba ist, gelinde gesagt, ein scheiternder Staat." Das Land befinde sich "in großen Schwierigkeiten" und verfüge weder über Geld noch andere Ressourcen. Gleichzeitig bestätigte Trump laufende Gespräche mit der kubanischen Regierung. Außenminister Marco Rubio führe die Verhandlungen auf "sehr hoher Ebene". Ob damit eine Annexion durch die USA gemeint sei, ließ Donald Trump offen.

USA setzen Kuba mit Öl-Blockade unter Druck

Die US-Regierung verschärft seit Wochen den wirtschaftlichen Druck auf den kommunistisch regierten Inselstaat. Seit Dezember 2025 erreichen keine Öllieferungen aus Venezuela mehr Kuba, nachdem Trump eine umfassende Blockade gegen sanktionierte Tanker aus dem südamerikanischen Bruderstaat verhängt hatte. Zusätzlich drohte der US-Präsident weiteren Staaten, die Erdöl an Kuba liefern, mit Strafzöllen. Diese Maßnahmen haben die ohnehin schwere Wirtschaftskrise auf der Karibikinsel weiter zugespitzt. Ende Februar kündigte das US-Finanzministerium jedoch an, bestimmte Beschränkungen für venezolanische Ölexporte nach Kuba aus humanitären Gründen zu lockern.

Tödlicher Zwischenfall verschärft diplomatische Krise zwischen Kuba und den USA

Die ohnehin belasteten Beziehungen zwischen beiden Ländern wurden am 25. Februar durch einen blutigen Vorfall weiter erschüttert. Bei einer Konfrontation zwischen kubanischen Grenzschützern und einem in den USA registrierten Schnellboot kamen, so berichtet "Bild", vier Menschen ums Leben. Sechs weitere Insassen des Bootes erlitten Verletzungen, ebenso der Kommandant des kubanischen Patrouillenbootes. Nach Angaben der kubanischen Behörden handelte es sich bei allen zehn Personen an Bord um in den Vereinigten Staaten lebende Kubaner. Die Regierung in Havanna wirft der Besatzung terroristische Absichten vor. An Bord seien Waffen, Sprengkörper sowie Tarnuniformen sichergestellt worden, hieß es. Die Gruppe habe illegal nach Kuba eindringen wollen.

Donald Trump prophezeit "etwas sehr Positives" für Kuba unter US-Führung

Die aktuelle Krise hat sich seit Anfang Januar dramatisch zugespitzt. Damals nahmen US-Streitkräfte bei einer Militäroperation den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro fest. Seitdem sieht Trump die Karibikinsel am Rande des wirtschaftlichen Kollapses. Kuba ist seit geraumer Zeit mit US-Sanktionen konfrontiert. Der Inselstaat liegt nur rund 150 Kilometer vor der Küste Floridas. Viele Kubaner leben unter ärmlichen Bedingungen. Donald Trump zeigte sich indes zuversichtlich, dass die US-Regierung "etwas sehr Positives" für die Bevölkerung erreichen könne. Für die kubanische Exilgemeinde in den USA könnte sich nach Jahrzehnten etwas Bedeutsames ereignen, deutete er an.

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/news.de/dpa/stg

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