Politik

Donald Trump in Nöten: US-Präsident erwägt Trennung wegen wachsender Probleme

Bei Donald Trump macht sich wegen "Truth Social" Ernüchterung breit - angeblich liebäugelt der US-Präsident bereits mit der Trennung. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein

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  • Donald Trump zur Trennung gezwungen?
  • Ernüchternde Verluste bei "Truth Social" laut aktuellen Quartalszahlen
  • Donalds Trumps Social-Media-Plattform hat kaum noch aktive Nutzer

Donald Trump ist bekanntlich ein großer Fan davon, seinen Standpunkt in inflationär veröffentlichten Social-Media-Posts in die Welt hinauszuposaunen - anfangs tat der US-Republikaner dies mit Vorliebe bei Twitter, doch als Donald Trumps Account auf der Plattform Anfang 2021 gesperrt wurde, war "The Don" gezwungen, sich eine Alternative zu suchen. Wenige Monate später hob Trump mit "Truth Social" seine eigene Kurznachrichten-Plattform aus der Taufe und nutzt seitdem seinen Kanal für Verlautbarungen aus erster Hand. Doch aktuell sieht es für "Truth Social" alles andere als rosig aus - selbst die Trennung steht für Donald Trump jetzt zur Debatte!

Donald Trump erwägt Trennung von "Truth Social" - ernüchternder Absturz lässt ihm keine andere Wahl

Wie "Mother Jones" und "Raw Story" berichten, stehen bei "Truth Social" alle Zeichen auf radikalen Umbruch. Dem Vernehmen nach erwägt Trump Media and Technology Group, die defizitäre Plattform abzuspalten und eigenständig weiterzuführen. Der Grund: Der Aktienkurs des Unternehmens unter dem Kürzel DJT befindet sich im freien Fall. Die 2021 gegründete Firma muss in Kürze ihre Quartalszahlen vorlegen. Die bisherigen Ergebnisse lassen nichts Gutes erwarten. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres erwirtschaftete Truth Social lediglich rund 2,6 Millionen Dollar Umsatz. Anzeichen für eine baldige Profitabilität gibt es laut dem Bericht nicht.

Misere nicht zu übersehen: "Truth Social" hat kaum noch aktive Nutzer

Die Nutzerzahlen verdeutlichen das Ausmaß der Misere. Im Mai vergangenen Jahres zählte "Truth Social" gerade mal 359.000 aktive Nutzer. Zum Vergleich: Die Plattform X, einst als Twitter bekannt, kommt auf etwa 600 Millionen aktive Nutzer. Selbst das oft als klein belächelte Netzwerk BlueSky erreicht mit rund 3,5 Millionen Nutzern ein Vielfaches der Trump-Plattform. Laut dem Bericht sind einzig Donald Trumps eigene Beiträge der Anziehungspunkt für Besucher. Nach Jahren des Betriebs gebe es keinerlei Hinweise darauf, dass sich daran etwas ändern oder die Plattform jemals Gewinne erzielen werde.

Donald Trumps Milliarden-Traum wird zur kostspieligen Enttäuschung

Bauchlandung für Donald Trump: Seine Social-Media-Plattform "Truth Social" hat sich vom Milliarden-Traum zur blanken Enttäuschung entwickelt. Bild: picture alliance/dpa | Christoph Dernbach

Bei der Gründung im Jahr 2021 hatten die Verantwortlichen völlig andere Vorstellungen von der Zukunft des Unternehmens. Die ursprünglichen Prognosen sahen einen Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar und 69 Millionen aktive Nutzer auf Truth Social vor. Die Realität könnte kaum weiter von diesen Zielen entfernt sein. Während Donald Trump seit seiner Wiederwahl zum US-Präsidenten aus verschiedenen Geschäftsaktivitäten profitiert, bleibt seine Social-Media-Plattform ein Verlustgeschäft. Die Diskussionen über eine mögliche Abspaltung von Truth Social zeigen, dass das Unternehmen nach Wegen sucht, die Verluste einzudämmen.

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