Markus Söder: "Wie dreist und unverschämt" - CSU-Chef empört mit Forderung nach Mehrarbeit
Markus Söder fordert eine Stunde Mehrarbeit in der Woche. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling
02.02.2026 08.10
- Markus Söder äußert sich im "Bericht aus Berlin" zu Reformen für mehr Wirtschaftswachstum
- Laut CSU-Chef sei eine Stunde Mehrarbeit in der Woche "nicht zu viel verlangt"
- Empörung über Vorschlag des Ministerpräsidenten in den sozialen Medien
Wie kann das Wirtschaftswachstum in Deutschland angekurbelt werden? Zu weiteren möglichen Reformen äußerte sich Markus Söder am Sonntagabendin der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Besonders ein Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten sorgt für hitzige Diskussionen in den sozialen Medien.
Markus Söder fordert eine Stunde Mehrarbeit pro Woche im "Bericht aus Berlin"
Denn Söder forderte im Interview, dass die Deutschen länger arbeiten: "Eine Stunde Mehrarbeit in der Woche würde uns enorm viel Wirtschaftswachstum bringen und ist wirklich nicht zu viel verlangt." Der CSU-Politiker plädierte zudem für die Senkung von Strom-, Unternehmens- und Einkommensteuer. Auch die telefonische Krankschreibung sollte seiner Meinung nach abgeschafft und stattdessen ein Karenztag eingeführt werden. Ebenso will er die Rente mit 63 "schrittweise" abbauen.
Vorschlag von CSU-Chef im Netz zerrissen
Auf X (vormals Twitter) bekommt Söder für seine Vorschläge heftigen Gegenwind. Besonders die Forderung des CSU-Chefs nach Mehrarbeit in der Woche löst bei vielen Nutzern Kopfschütteln aus
- "Soll er doch mehr arbeiten anstatt andauernd auf Insta Fleisch zu inszenieren. So ein Spinner. Diäten runter wäre auch eine Idee", heißt es in einem Kommentar.
- "Wie dreist und unverschämt. Jede halbwegs kompetente Regierung würde mit max. nur der Hälfte der Einnahmen auskommen und für sinnvolle Dinge für die deutschen Bürger ausgeben. Dazu unfähig, verbrennen sie sinnlos unser Geld und fordern. Wer wählt so was?", empört sich ein anderer Nutzer.
- "#Söder und #Merz ist wohl entgangen, dass derzeit über 3 Mill. Arbeitslose bei Nahles anstehen. Die Unternehmen bauen Arbeitsplätze ab, weil sie keine Aufträge haben. D.h., wir müssen die Arbeit umverteilen. Die Arbeit haben, müssen 1 Std. abgeben an die, die keine Arbeit haben", lautet eine weitere Meinung.
- "Was denkt der eigentlich, wo die ganzen Überstunden im Millionenbereich herkommen? Dann müssen die AGs mehr einstellen, anständig zahlen und oh Wunder, die #Arbeitslosenzahlen gehen runter. Das ist dermaßen unsozial und diskriminierend", heißt es außerdem.
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