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Donald Trump: MAGA-Basis wütet – Hardliner attackieren US-Präsidenten 

Donald Trump: MAGA-Basis wütet wegen dem Kurswechsel des US-Präsidenten. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Richard Dole

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  • MAGA-Influencer kritisieren Trumps neue Linie bei ICE scharf
  • Heimatschutzministerin Noem wird von Einsätzen in Minnesota ausgeschlossen
  • Hardliner warnen vor Wahlabstinenz ihrer Basis im November

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Präsident Donald Trump sieht sich zunehmend internem Druck ausgesetzt. Laut einem Bericht der "Washington Post" drohen einige seiner treuesten Anhänger mit Konsequenzen, sollten sie den Eindruck gewinnen, dass Trump seine harte Linie bei der Einwanderungspolitik aufgibt. Besonders das neue ICE-Gesetz und die Deeskalation in Minnesota sorgen für Unruhe in der MAGA-Bewegung.

Deeskalation in Minnesota sorgt für Unmut

Nach den tödlichen Schüssen von Bundesagenten in Minneapolis hatte Trump angekündigt, die Einsätze der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE vorsichtiger zu gestalten. Kritiker sehen darin jedoch eher symbolische Rhetorik als tatsächliche politische Maßnahmen. Laut Berichten hat der Präsident Heimatschutzministerin Kristi Noem von den laufenden Operationen in Minnesota ausgeschlossen. Viele werten das als ein seltenes, aber deutliches Zeichen der Missbilligung. Gleichzeitig wurden Trumps Berater Stephen Miller, einer der Architekten der restriktiven Einwanderungspolitik, nicht eingebremst. Miller hatte Noem beraten, wie auf den Tod des Krankenpflegers Alex Pretti zu reagieren sei.

MAGA-Influencer fühlen sich verraten von Donald Trump

Die Ankündigungen Trumps haben in der Hardliner-Basis des Präsidenten für Empörung gesorgt. Einige einflussreiche MAGA-Kommentatoren und Social-Media-Influencer sehen die Kursänderung als "Verrat". Laut dem Bericht der "Washington Post" warnen sie, dass dies das Risiko erhöhe, dass Teile der Bewegung bei den Kongresswahlen im November nicht zur Wahl gehen könnten. Steve Bannon, langjähriger Verbündeter Trumps, kritisierte "Raw Story" zufolge das Weiße Haus und bezeichnete das Verhalten nach Prettis Tod als "Einknicken".

Spaltung innerhalb der Republikaner

Die Stimmung innerhalb der Partei ist gespalten: Während rund 60 Prozent der Republikaner weiterhin Vertrauen in ICE haben, sehen Unabhängige und Demokraten die Maßnahmen kritisch. Experten weisen darauf hin, dass Trumps Ankündigung, mit Gouverneuren wie Walz und Frey zusammenzuarbeiten und langjährige Einwanderer zu schonen, seine Basis verunsichert hat. Die bisherige kompromisslose Rhetorik Trumps scheint dadurch an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Druck aus der Online-Basis von Donald Trump

Besonders die digitalen Kanäle der MAGA-Bewegung dienen derzeit als Forum für Kritik. Influencer warnen, dass die Präsidentenlinie bei Einwanderung eine Kernfrage für die Wählerbindung sei. Der Konflikt zeigt: Trumps Position innerhalb seiner eigenen Unterstützerbasis ist längst nicht mehr unangreifbar, und jede politische Kursänderung wird genau beobachtet.

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