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Donald Trump: Psycho-Krieg gegen den Iran - US-Militärschlag "wahrscheinlich bis unausweichlich"

Experten halten einen US-Militärschlag gegen den Iran für wahrscheinlich bis unausweichlich. Bild: picture alliance:dpa:AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump beginnt Psycho-Krieg gegen den Iran
  • Diplomaten aus Nahost und Europa sicher: Alle Zeichen stehen auf Krieg
  • Donald Trump hat vier militärische Optionen

Die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran erreichen einen neuen Höhepunkt. Mit dem Einlaufen des Flugzeugträgers "Abraham Lincoln" sowie zusätzlicher Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Nahostregion verstärkt Donald Trump nicht nur den militärischen, sondern auch den psychologischen Druck auf das iranische Regime.

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Donald Trump beginnt Psycho-Krieg gegen den Iran

Über seine Plattform Truth Social stellte Donald Trump das Regime unlängst vor ein Ultimatum: Entweder stimme man zügig einem neuen Nuklearabkommen zu oder man müsse mit militärischen Konsequenzen rechnen. Die iranische Führung reagierte umgehend auf Trumps Drohungen und warnte den US-Präsidenten vor hohen Kosten und schweren Verlusten, vergleichbar mit dem Irak-Krieg. Für den Fall eines US-Angriffs kündigte das Regime umfangreiche Gegenschläge gegen amerikanische Streitkräfte in der Region sowie gegen Israel an.

Diplomaten aus Nahost und Europa sicher: Alle Zeichen stehen auf Krieg

Doch wie gefährlich ist die Lage tatsächlich? Gegenüber der "Bild" erklärten Diplomaten aus mehreren Nahoststaaten sowie europäische Regierungsvertreter in vertraulichen Gesprächen, dass sie einen US-Militärschlag gegen den Iran für "wahrscheinlich bis unausweichlich" halten. Unklar bleibt jedoch, welche Strategie Donald Trump gegenüber dem Iran verfolgt. Der Nahost-Experte Jonathan Schanzer von der Denkfabrik "Foundation for Defense of Democracies" skizziert gegenüber "Bild" vier mögliche militärische Optionen.

Donald Trump hat vier militärische Optionen

  • Die erste Option wäre laut Schanzer ein vollständiger Regimewechsel, der Angriffe über mehrere Tage oder Wochen erfordern würde.
  • Alternativ könnte Donald Trump das Regime durch gezielte Schläge gegen Stützpunkte der Revolutionsgarden und Basidsch-Milizen sowie Raketenlager schwächen.
  • Eine dritte Möglichkeit wäre eine Seeblockade, die jedoch langfristiges Engagement erfordere, "auf die sich Trump meiner Meinung nach nicht einlassen würde", so Schanzer.
  • Die vierte Variante sei die aktuell praktizierte Zwangsdiplomatie, bei der militärischer Aufmarsch Zugeständnisse erzwingen soll.

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/news.de/stg

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