Donald Trump: Absturz besorgt "The Don" nicht - US-Präsident vor Folgen gewarnt
Der Dollar ist gefallen. Donald Trump verfällt in Lobeshymnen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
Erstellt von Sabrina Böhme
29.01.2026 11.49
- Der US-Dollar fällt ab: Donald Trump zeigt sich nicht besorgt
- Bericht warnt US-Präsidenten vor Folgen eines geschwächten US-Dollars
- Finanzminister wendet sich gegen Trumps Kurs
Der US-Dollar fiel auf ein Vierjahrestief. Für Donald Trump offenbar kein Grund zur Sorge. Vielmehr verlor er sich in Lob. Doch das konservative "Wall Street Journal" hat Präsident Donald Trump Ende Januar eindringlich vor den Folgen seiner Währungspolitik gewarnt.
US-Dollar fällt: Donald Trump spricht von "großartig"
Am Mittwochmorgen (28.01.2026) lag der US-Dollar Index bei etwa 96,2 und damit unter dem Basiswert von 100 aus dem Jahr 1973. Bereits einen Tag zuvor erreichte der Wert den niedrigsten Stand seit Februar 2022, schreibt "Newsweek".Die amerikanische Währung befindet sich im freien Fall. Innerhalb des vergangenen Jahres büßte der Dollar rund acht Prozent gegenüber einem Korb internationaler Währungen ein. Gegenüber dem Euro fiel der Verlust mit etwa 14 Prozent noch drastischer aus. Der Goldpreis kletterte unterdessen auf über 5.300 Dollar je Unze – ein deutliches Zeichen für die zunehmende Schwäche der Leitwährung. Diese Entwicklung sorgt weltweit für Unruhe an den Devisenmärkten.
Auf den Rückgang angesprochen sagte Trump am Dienstag (27.01.2026) vor Reportern in Iowa, dass er es großartig finde und fügte hinzu:
- "Der Wert des Dollars – schauen Sie sich unsere Geschäfte an."
- "Nein, dem Dollar geht es großartig."
Bericht warnt Trump vor Folgen
Anders als Trump beschönigt der Bericht die Lage nicht und warnt. "Viele Politiker haben über die Jahre einen schwächeren Greenback als wirtschaftliches Wundermittel betrachtet. Sie stellen oft fest, dass ein schwacher Dollar eine Belastung ist", heißt es in dem Editorial. Die Warnung ist deutlich: Das "Wall Street Journal" räumt mit der Vorstellung auf, ein schwacher Dollar könne Exporte und Arbeitsplätze ankurbeln. Die moderne Wirtschaftswissenschaft zeige, dass Wechselkursschwankungen nur kurzfristige Effekte erzeugen, bevor Inflation und Deflation die Gewinne wieder zunichtemachen. Im weiteren Verlauf des Editorials heißt es: "Dies sollte bei Herrn Trump Alarmglocken läuten lassen, da ein schwacher Dollar das Risiko einer Inflation birgt, die er sich vor den Zwischenwahlen im November kaum leisten kann."
US-Finanzminister stellt sich gegen Trumps Kurs
Finanzminister Scott Bessent ging vergangene Woche auf Distanz zu Trumps Kurs und bemühte sich aktiv um eine Beruhigung der Märkte. Er führte Gespräche mit Devisenhändlern, um gemeinsam mit Tokio den Yen zu stabilisieren. Am Mittwoch stellte Bessent klar, dass die Vereinigten Staaten stets eine "Politik des starken Dollars" verfolgt hätten – ein direkter Widerspruch zu den Äußerungen des Präsidenten vom Vortag. Die Reaktion der Märkte folgte prompt: Der Greenback legte nach Bessents Aussagen wieder zu. Das "Wall Street Journal" würdigt das Vorgehen des Ministers ausdrücklich als stabilisierenden Faktor in turbulenten Zeiten.
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