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Melania Trump: Insider hoffen auf ihr Scheitern und ziehen drastische Konsequenzen

Melania Trumps Dokufilm stößt nicht überall auf Gegenliebe. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Melania-Doku bei Amazon: Mitarbeiter sprechen von Chaos
  • Melania Trump: Zwei Drittel der Crew wollen ihren Namen nicht lesen
  • Amazon hofft auf großen Melania-Erfolg

Die Dreharbeiten zum Dokumentarfilm über Melania Trump entwickelten sich zu einem produktionellen Albtraum, wie Insider nun berichten. Mehrere Crew-Mitglieder äußerten gegenüber dem "Rolling Stone", dass sie auf einen kommerziellen Misserfolg des Projekts hoffen. Ein Beteiligter formulierte es deutlich: "Sollte er floppen, würde ich mich darüber wirklich freuen."

Melania-Doku bei Amazon: Mitarbeiter sprechen von Chaos

Die Produktionsbedingungen beschrieben Beteiligte als extrem belastend. Die üblichen Abläufe einer Dokumentarfilm-Produktion ließen sich angeblich nicht umsetzen. Ein Insider berichtete laut "Rolling Stone":

  • "Die Leute wurden wirklich hart rangenommen. Lange Arbeitszeiten, hochgradig unorganisiert, sehr chaotisch."

Ein weiteres Crew-Mitglied erklärte die besonderen Schwierigkeiten.

  • "Das war kein leicht verdientes Geld. Es war sehr schwierig wegen des Chaos, das alles umgab."

Anders als bei üblichen Dokumentationen könne man nicht einfach dem Protagonisten folgen.

  • "Bei einem normalen Dokumentarfilm heißt es: 'Oh, folge dem Subjekt.' Nun, es ist Melania Trump. Mit der First Lady und dem Secret Service kann man nicht einfach die Dinge tun, die man normalerweise tut."

Die Sicherheitsvorkehrungen rund um die First Lady machten spontane Drehs praktisch unmöglich und erschwerten jeden Produktionsschritt erheblich.

Melania Trump: Zwei Drittel der Crew wollen ihren Namen nicht lesen

Die Produktion hinterließ bei vielen Beteiligten ein so negatives Gefühl, dass sie sich von dem Projekt distanzieren möchten. Laut Informationen von "Rolling Stone" haben nahezu zwei Drittel der New Yorker Crew darum gebeten, ihre Namen aus dem Abspann zu streichen.

  • Ein Mitarbeiter gab zu: "Ich bin jetzt viel alarmierter als noch vor einem Jahr."

Die Gründe für das Unbehagen sind vielfältig.

  • "Ich fühle mich ein wenig unwohl mit dem Propaganda-Element davon", erklärte eine anonyme Quelle.

Doch als Hauptproblem identifizierten mehrere Beteiligte den Regisseur selbst: "Brett Ratner war der schlimmste Teil der Arbeit an diesem Projekt", heißt es unter anderem.

Die Hoffnung auf ein kommerzielles Scheitern zieht sich durch mehrere Aussagen. Das Ausmaß der Unzufriedenheit zeigt sich in der Tatsache, dass so viele Crew-Mitglieder aktiv versuchen, ihre Verbindung zum Film zu kappen.

Amazon hofft auf großen Melania-Erfolg

Das Studio rechtfertigte seine Entscheidung für das kontroverse Projekt mit reinem Publikumsinteresse. Ein Sprecher von Amazon MGM Studios erklärte gegenüber "Rolling Stone": "Wir haben den Film aus einem Grund und nur einem Grund lizenziert - weil wir denken, dass die Kunden ihn lieben werden." Die kommerzielle Erwartung steht damit im krassen Gegensatz zur Haltung der Produktionscrew.

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