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Donald Trump: Geheimes Treffen in Davos geplant - jetzt greift Merz durch

Gemeinsames Treffen in Davos? Friedrich Merz plant Trump-Offensive in der Schweiz. Bild: dpa/Michael Kappeler

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  • Friedrich Merz: Geheimes Meeting mit Donald Trump angefragt
  • Aufeinandertreffen in Davos - ein Ort, viele Möglichkeiten
  • Darum hat Merz im Verhandlungspoker um Grönland gar nicht so schlechte Karten
  • Weltpolitik in der Schweiz: Wie reagiert Donald Trump?

Es ist kein normales Aufeinandertreffen von Staats- und Regierungschefs beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos. Nachdem Donald Trump wegen technischer Probleme seine Anreise zunächst abbrechen musste, wird er mutmaßlich schon morgen im Schweizer Davos auf Bundeskanzler Friedrich Merz treffen.

Friedrich Merz: Geheimes Treffen mit Donald Trump in Davos?

Laut Informationen der "Bild"-Zeitungplane Friedrich Merz sogar ein exklusives Meeting mit Donald Trump abseits der Agenda. "Die Bundesregierung hat ein Treffen mit Trump angefragt", heißt es hier. Der US-Präsident signalisierte laut "Bild" ebenfalls Gesprächsbereitschaft - einen Termin oder einen Ort des Aufeinandertreffens gäbe es derzeit jedoch noch nicht.

Was Friedrich Merz mit Donald Trump in Sachen Grönland besprechen will

Donald Trump, der laut Medienberichten mit einer Delegation von rund 300 Leuten anreist, sei vor Ort für den Bundeskanzler durchaus greifbar. So mutmaßt die "Bild"-Zeitung, dass ein Aufeinandertreffen beispielsweise in der für rund eine Millionen Euro umfunktionierten öffentlichen Kirche stattfinden könnte. Nach dem prestigeträchtigen Treffen von Trump und Selenskyj bei der Papst-Beerdigung im St.Petersdom ein durchaus bedeutsamer und äußerst bildhafter Ort für ein Treffen, das in die Geschichte eingehen könnte. 

Oberste Priorität bei dem Gespräch mit Donald Trump: Grönland und Trumps unmissverständlicher Anspruch auf den Inselstaat. Dabei vertritt Bundeskanzler Merz eine klare Position. In einem Statement auf der Kurznachrichtenplattform X erklärte Merz deutlich, dass man an der Seite Dänemarks und der Bevölkerung Grönlands stünde.

So könnte Kanzler Merz Donald Trump überzeugen

Wie aber den US-Präsidenten vom Ablassen seiner Annexionspläne bezüglich Grönland überzeugen? Expert:innen vermuten gegenüber der "Bild"-Zeitung folgende denkbare Strategie: Merz könne zunächst Trump das Gefühl geben, seine Ansprüche ernst zu nehmen. Oberste Regel: Den US-Präsidenten im Vorfeld auf keinen Fall verärgern!

Merz sei einer der wenigen Staatsführenden, der Donald Trump ernst nimmt. Seine Erfahrung aus der Wirtschaft und sein gutes Englisch sprechen zudem für sich. Außerdem hat der Kanzler Trump im Kern der Grönland-Diskussion bereits recht gegeben. Der Norden müsse besser geschützt werden. Allerdings sieht Merz entgegen Donald Trump die Verantwortung bei der Nato. Gemeinsam müsse man in der Arktis verstärkt auftreten. Ob und wie sich Trump von diesem Plan überzeugen lässt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Bisher war der US-Präsident immer für eine Überraschung gut.

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