Donald Trump vs Ali Chamenei: Berichte über Trumps Mordkomplott gegen Iran-Herrscher verdichten sich
Berichten zufolge soll US-Präsident Donald Trump konkrete Attentatspläne gegen den obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, schmieden. Bild: Montage news.de / picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon / picture alliance/dpa/Office of the Iranian Supreme Leader | -
Erstellt von Claudia Löwe
19.01.2026 19.42
- Berichte über Mordkomplott gegen Iran-Führer Ajatollah Ali Chamenei
- Donald Trump soll Attentat auf iranischen Herrscher und neue Staatsführung planen
- Ex-US-Botschafter warnen vor "außergewöhnlich gefährlichem Kurs"
Welche Pläne schmiedet Donald Trump für den Iran? Was aktuell in Berichten unter anderem der "Bild" kolportiert wird, verheißt nichts Gutes: Angeblich ist der US-Präsident drauf und dran, ein Attentat auf den Obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, zu befehlen. Zuletzt hatte "The Don" öffentlich einen Führungswechsel im Iran gefordert. "Es ist an der Zeit, für eine neue Führung im Iran zu sorgen", erklärte er gegenüber "Politico". Nun spekulieren Sicherheitsexperten über drastische Konsequenzen dieser Ankündigung.
Hintergrund der Spannungen sind die anhaltenden Proteste im Iran, die das Regime mit brutaler Gewalt unterdrückt. Nach aktuellen Schätzungen wurden bereits mehr als 3.400 Menschen getötet. Die tatsächliche Opferzahl könnte aufgrund eines Internet-Blackouts deutlich höher liegen.
Macht Donald Trump seine Mordpläne wahr? Experten rechnen mit baldigem Anschlag auf Iran-Herrscher
Der ehemalige US-Botschafter in Israel, Daniel Shapiro, und der Nahost-Experte Dennis Citrinowicz vom israelischen Thinktank INSS halten einen gezielten Angriff auf Ajatollah Ali Chamenei noch in dieser Woche für möglich. Beide warnen jedoch eindringlich vor den weitreichenden Folgen einer solchen Aktion. Der frühere US-Botschafter Shapiro rechnet damit, dass amerikanische Spezialkräfte bereits in den kommenden Tagen einen Angriff auf den iranischen Religionsführer durchführen könnten. Die militärischen Vorbereitungen seien bereits angelaufen, schreibt der 56-Jährige auf X (vormals Twitter).
Mit der Verlegung des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln in die Region verfügten die USA über die nötige Schlagkraft für umfassende Militäroperationen gegen iranische Ziele. Gleichzeitig könnten sie auf mögliche Vergeltungsangriffe reagieren. Shapiros Einschätzung zufolge würde ein Anschlag auf Chamenei vermutlich mit Angriffen auf die Kommandozentralen der Revolutionsgarden und der Basij-Miliz einhergehen. Erst mit einer solchen kombinierten Aktion könne Trump sein Versprechen gegenüber der iranischen Bevölkerung einlösen.
Eindringliche Warnung vor Trump-Attentat auf Chamenei: "Außerordentlich gefährlicher Kurs"
Der Nahost-Experte Dennis Citrinowicz vom Institute for National Security Studies warnt eindringlich vor den Konsequenzen eines solchen Angriffs. "Das gezielte Angreifen hochrangiger Führer im Nahen Osten – insbesondere religiöser Führer – ist ein außerordentlich gefährlicher Kurs", schreibt er auf X.
Chamenei lasse sich nicht mit früheren Zielen wie dem iranischen General Qassem Soleimani oder IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi vergleichen. "Er ist politische Autorität; religiöses Symbol und ideologischer Anker der Islamischen Republik", betont Citrinowicz. Ein Attentat auf den geistlichen Führer könnte nach Einschätzung des Experten weit über die iranischen Grenzen hinaus Auswirkungen haben. Der Konflikt drohe sich zu einem regionalen Flächenbrand mit religiöser Dimension auszuweiten und den gesamten Nahen Osten zu destabilisieren.
Wie könnte es im Iran nach einem Attentat auf Ali Chamenei weitergehen?
Selbst bei einem erfolgreichen Anschlag auf Ajatollah Ali Chamenei wäre das Problem nicht gelöst, warnen beide Experten. Die USA hätten keine Möglichkeit, kurzfristig einen geeigneten Nachfolger zu installieren. Gleichzeitig fehlten ihnen die Mittel, um radikale Kräfte an der Machtübernahme zu hindern. Besonders die Revolutionsgarden könnten nach Shapiros Einschätzung die Kontrolle übernehmen. Das Ergebnis wäre möglicherweise ein ebenso aggressives und repressives System wie zuvor.
Für Shapiro und Citrinowicz steht daher fest: Ein echter Regimewechsel lässt sich nicht durch eine einzelne militärische Aktion herbeiführen. Nur das iranische Volk selbst könne einen solchen Wandel bewirken. Die Unterstützung des Freiheitskampfes erfordere langfristiges Engagement und vor allem nicht-militärische Maßnahmen.
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