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Donald Trump entsetzt in Brief: "Fühle mich nicht mehr verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken"

Donald Trump hat einen brisanten Brief verfasst. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

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  • Donald Trump attackiert Dänemark wegen Grönland-Besitz
  • US-Präsident stellt Dänemarks Schutzfähigkeit infrage
  • Donald Trump ist gekränkt: Er hat immer noch keinen Nobelpreis
  • Donald Trump verhängt Strafzölle als Druckmittel ab Februar

In einem Schreiben an Norwegens Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre eskaliert US-Präsident Donald Trump seine territorialen Ansprüche auf Grönland dramatisch. Der 79-Jährige warnt darin eindringlich, dass "die Welt nicht sicher" sei, solange die Vereinigten Staaten nicht die "vollständige und totale Kontrolle über Grönland" besäßen. Das berichtet der US-Sender PBS.

Donald Trump attackiert Dänemark wegen Grönland-Besitz

Trump attackiert in dem Brief die dänische Hoheit über die arktische Insel fundamental. Er stellt die Frage, weshalb Dänemark überhaupt ein Eigentumsrecht an dem Territorium habe. Laut dem US-Präsidenten existierten keinerlei schriftliche Belege für dänische Besitzansprüche.

  • "Es gibt keine schriftlichen Dokumente, lediglich die Tatsache, dass dort vor Hunderten von Jahren ein Boot gelandet ist", zitiert PBS aus dem Brief.
  • Trump fügt hinzu: "Aber auch wir hatten Boote, die dort gelandet sind."

US-Präsident stellt Dänemarks Schutzfähigkeit infrage

Der US-Präsident argumentiert in seinem Schreiben, dass Kopenhagen militärisch nicht in der Lage sei, Grönland angemessen zu beschützen. Weder gegenüber Moskau noch gegenüber Peking könne das skandinavische Land die erforderliche Sicherheit gewährleisten, behauptet Trump. Diese Schwäche stelle eine Gefahr für die globale Stabilität dar. Zudem fordert der US-Präsident eine Gegenleistung der Nato für sein eigenes Engagement. Nun sei es an der Zeit, dass die Allianz etwas für die Vereinigten Staaten unternehme.

Donald Trump ist gekränkt: Er hat immer noch keinen Nobelpreis

Eine zentrale Rolle in Trumps Brief spielt seine offenkundige Enttäuschung über die ausgebliebene Verleihung des Friedensnobelpreises. Der US-Präsident macht das norwegische Nobelkomitee direkt dafür verantwortlich, ihn trotz der angeblichen Beendigung von mehr als acht Kriegen nicht ausgezeichnet zu haben. Diese Zurücksetzung nutzt Trump als Begründung für einen Kurswechsel in seiner Politik.

  • "Da ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis für die Beendigung von mehr als acht Kriegen nicht zu verleihen, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, ausschließlich an Frieden zu denken", schreibt Trump laut PBS an Ministerpräsident Støre.
  • Stattdessen wolle er künftig verstärkt darüber nachdenken, was für die USA gut und angemessen sei.

Der Friedensgedanke werde zwar weiterhin im Vordergrund stehen, betont der Präsident. Dennoch signalisiert diese Formulierung eine deutliche Abkehr von diplomatischer Zurückhaltung. Trump koppelt seine territorialen Ambitionen somit direkt an die aus seiner Sicht fehlende internationale Anerkennung seiner bisherigen Verdienste.

Donald Trump verhängt Strafzölle als Druckmittel ab Februar

Seine Drohungen untermauert Trump mit konkreten wirtschaftlichen Sanktionen. Ab dem 1. Februar will der US-Präsident Strafzölle gegen sämtliche Staaten verhängen, die sich seinen Annexionsplänen für Grönland widersetzen. Mit diesem Schritt erhöht Washington den Druck auf die europäischen Verbündeten massiv.

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