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Donald Trump: Angst vor Kursabweichung - Trumps Beamte enthüllen sein nächstes Ziel

US-Präsident Donald Trump sorgt sich darum, dass Kanada in der westlichen Hemisphäre abdriftet. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump hat offenbar Kanada als sein nächstes Ziel auserkoren.
  • Der US-Präsident sorgt sich darum, dass die USA in die westliche Hemisphäre abdriftet.
  • US-Beamte beschreiben das Kalkül hinter Trumps neuen Zöllen.

Nachdem US-Präsident Donald Trump in letzter Zeit seinen Anspruch auf Grönland immer wieder betonte, soll der US-Präsident bereits sein nächstes Ziel im Visier haben. Laut einem hochrangigen Mitarbeiter des Weißen Hauses sowie aktuellen und früheren US-Beamten zeigt sich der 79-Jährige zunehmend besorgt über Kanada und dessen Fähigkeit, die eigenen Grenzen gegen Gegner der USA in der Arktis zu verteidigen. Das berichtet "NBC News" unter Berufung auf die Beamten.

Aus Sorge vor US-Abrutsch: Trump will westliche Hemisphäre "festigen"

"Trump macht sich wirklich Sorgen darüber, dass die USA in der westlichen Hemisphäre weiter abdriften, und konzentriert sich darauf", erklärte ein Beamter der Trump-Administration gegenüber dem Sender. Der Präsident verfolge eine Vision, die gesamte westliche Hemisphäre zu "festigen". Das bedeutet nach Angaben der US-Beamten aber nicht, dass Trump amerikanische Truppen an der nördlichen Grenze zu Kanada stationieren oder militärische Gewalt anwenden werde. Auch ein Kauf steht derzeit nicht zur Debatte. Unter Donald Trump leidet die Beziehung zu Kanada. Immer wieder äußert er Kritik und setzt Maßnahmen um, die dazu gedacht sind, die Macht der USA in dem Land zu stärken.

US-Beamte decken Trumps Zoll-Kakül auf

Die vermeintliche Sorge um Kanadas nördliche Grenze steht dabei in direktem Zusammenhang mit Trumps Bestrebungen, Grönland zu erwerben und die Sicherheit der gesamten Region zu gewährleisten. Am Samstag verhängte Trump neue Zölle gegen acht europäische Staaten. Grund dafür ist deren offensichtlicher Widerstand gegen eine amerikanische Übernahme Grönlands. Der Präsident kündigte an, diese Abgaben so lange zu erhöhen, bis die arktische Insel unter US-Kontrolle steht.

Hinter dem Vorstoß steckt laut einem hochrangigen Regierungsbeamten ein strategisches Kalkül: "Letztendlich geht es darum, Russland und China daran zu hindern, ihre Präsenz in der Arktis weiter auszubauen." Donald Trump äußerte sich letzte Woche kurz vor einem Grönland-Gipfel im Weißen Haus ähnlich über die vermeintlichen Rivalen.  Kanada würde demnach von einem amerikanischen Grönland profitieren. Die Insel gehört derzeit zu Dänemark, verfügt jedoch über eine autonome Regierung. Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hatte vergangene Woche erklärt, die Inselbewohner würden es vorziehen, unter dänischer Kontrolle zu bleiben. Trump wies diese Aussagen zurück, obwohl er einräumte, den Premierminister nicht zu kennen. "Ich bin anderer Meinung", sagte Trump gegenüber Reportern zu Nielsens Äußerungen. "Ich weiß nicht, wer er ist, weiß nichts über ihn, aber das wird ein großes Problem werden."

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