Donald Trump: US-Präsident in letzter Sekunde aufgehalten - wer Trumps Militärschläge stoppte
Donald Trump hat bislang keinen Militärschlag gegen den Iran durchgeführt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster
16.01.2026 07.42
- Donald Trump verlegt Tausende Soldaten in den Nahen Osten
- US-Präsident gestoppt in letzter Sekunde
- Tausende Tote bei Protesten im Iran
Die Vereinigten Staaten bauen ihre militärische Präsenz im Nahen Osten deutlich aus. Wie die "New York Times" und das Portal "Axios" übereinstimmend melden, wurde der atomgetriebene Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" aus dem Südchinesischen Meer die Region entsandt. Die Verstärkung erfolgt als direkte Reaktion auf die wiederholten Drohgebärden von Präsident Donald Trump gegenüber Teheran.
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Donald Trump verlegt Tausende Soldaten in den Nahen Osten
An Bord des Trägers befinden sich mehrere Tausend Soldaten sowie zahlreiche Kampfjets. Marinebegleitschiffe, darunter Zerstörer, sichern den Verband. In rund sieben Tagen wird die Kampfgruppe ihr Zielgebiet erreichen. Parallel dazu werden weitere militärische Ausrüstung und Waffensysteme in die Region transportiert. Zusätzliche Kampfflugzeuge könnten nachfolgen. Das Pentagon hat die Truppenverlegung bislang nicht offiziell bestätigt.
Donald Trump gestoppt von Israel-Premier Netanjahu in letzter Sekunde
In einem entscheidenden Telefongespräch wandte sich der israelische Premierminister BenjaminNetanjahu offenbar direkt an Donald Trump. Wie die "New York Times" berichtet, bat er den US-Präsidenten eindringlich, geplante Militärschläge gegen den Iran vorerst auszusetzen. Israel benötige zusätzliche Zeit, um sich auf mögliche Vergeltungsaktionen aus Teheran vorzubereiten. Der Last-Minute-Anruf verhinderte offenbar einen unmittelbar bevorstehenden Angriff. Trump hält seine Entscheidung über einen militärischen Einsatz weiterhin zurück.
- Das Weiße Haus führt derzeit intensive Beratungen mit verbündeten Staaten über das weitere Vorgehen.
- Sprecherin Karoline Leavitt bestätigte lediglich, dass ein Gespräch zwischen den beiden Regierungschefs stattgefunden habe. Über konkrete Inhalte machte sie keine Angaben.
Tausende Tote bei Protesten im Iran
Die Massenproteste gegen das autoritäre System der Islamischen Republik im Iran dauern seit Ende Dezember an. Ausschlaggebend waren eine schwere Wirtschaftskrise, eine massiv gestiegene Teuerungsrate und tiefgreifende Unzufriedenheit mit der politischen Führung in Teheran. Der iranische Sicherheitsapparat schlug die Demonstrationen mit äußerster Gewalt nieder.
Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen kamen dabei Tausende Menschen ums Leben. Zwei iranische Beamte bezifferten gegenüber der "New York Times" die Zahl der Todesopfer auf mindestens 3.000. Mahmood Amiry-Moghaddam, Leiter der Organisation Iran Human Rights, berichtete von schrecklichen Augenzeugenberichten über erschossene Demonstranten, dem Einsatz militärischer Waffen und Hinrichtungen verwundeter Protestierender auf offener Straße. Die Regierung in Teheran kappte landesweit den Internetzugang.
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