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Donald Trump: Tödlicher ICE-Schuss – US-Präsident spricht mit Vater der Getöteten und übt Kritik

Donald Trump: Nach ICE-Schuss übt er Kritik am Opfer.  Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

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  • Donald Trump verteidigt ICE nach tödlichem Schuss
  • Videoaufnahmen widersprechen offizieller Darstellung
  • Politischer Streit um Gewalt und Kontrolle eskaliert

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Nach dem tödlichen Polizeieinsatz in Minnesota hat sich Donald Trump öffentlich zu Wort gemeldet. In einem Interview richtete der Präsident laut "Newsweek" eine direkte Botschaft an den Vater der getöteten Renee Good. Er sprach der Familie sein Mitgefühl aus, relativierte den Vorfall jedoch zugleich mit Blick auf das Verhalten der Frau.

Tödlicher Einsatz sorgt für landesweite Debatte

Die 37-Jährige war Anfang Januar bei einer ICE-Operation erschossen worden. Videoaufnahmen zeigen, wie der Beamte Jonathan Ross aus kurzer Distanz auf das fahrende Auto feuert. Ob der Wagen den Beamten tatsächlich gefährdete, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Der Fall hat eine intensive Diskussion über Gewaltanwendung und Verantwortlichkeit der Einwanderungsbehörde ausgelöst.

Donald Trumps Gratwanderung zwischen Mitgefühl und Rechtfertigung

Im Gespräch mit CBS beschrieb Trump Renee Good als jemanden, der unter anderen Umständen "eine gute Person" hätte sein können. Gleichzeitig betonte er, ihr Verhalten sei problematisch gewesen. Das Videomaterial lasse sich unterschiedlich deuten, erklärte der Präsident und verwies auf Versionen, die den Beamten entlasten könnten.

Donald Trumps Regierung stellt sich hinter ICE

Das Heimatschutzministerium verteidigte das Vorgehen des Beamten. Auch Vizepräsident J.D. Vance sprach von einem Einsatz im Rahmen der Dienstpflicht. Angriffe mit Fahrzeugen auf Einsatzkräfte seien als schwere Straftaten zu werten.

In Minnesota fällt die Bewertung deutlich kritischer aus. Gouverneur Tim Walz und weitere demokratische Politiker sehen in den Aufnahmen Hinweise darauf, dass die Frau fliehen wollte. Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, wies die Darstellung von Notwehr entschieden zurück.

Juristische Zweifel am Schusswaffeneinsatz

Auch aus juristischer Sicht gibt es Gegenwind. Die frühere Bundesstaatsanwältin Neama Rahmani erklärte, die bekannten Videos sprächen gegen eine akute Bedrohung des Beamten. Entscheidend sei, dass das Fahrzeug abgedreht habe und nicht gezielt auf ihn zugesteuert sei.

Politische Folgen für Donald Trump zeichnen sich ab

Der Fall fällt in eine Phase zunehmender Kritik an der Einwanderungspolitik der Regierung. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass fast die Hälfte der Befragten eine Abschaffung der ICE befürwortet. Beobachter rechnen damit, dass der Vorfall die politische Stimmung und kommende Wahlen spürbar beeinflussen könnte.

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/gom/news.de

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