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Wladimir Putin: Kreml greift nach Verlusten durch - General gefeuert

Putin verliert einen weiteren General. Der Befehlshaber wurde vom Kreml entlassen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Mikhail Metzel

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  • Russisches Verteidigungsministerium sollGeneral Akhmedov entlassen haben.
  • Schwere Verluste und schlechte Führung mutmaßlich Grund für den Rauswurf.

Personalschwund in Putins Armee: Das russische Verteidigungsministerium soll General Akhmedov von seinem Posten als Befehlshaber der 20. Kombinierten Armee enthoben haben. Wie das Institute for the Study of War (ISW) in seinem aktuellen Lagebericht vom 13. Januar mitteilte, erfolgte die Absetzung bereits im Mai 2024. Zuerst hatten Telegram-Kanäle berichtet.

Putin-General hinausgeworfen: Schwere Verluste im Ukraine-Krieg als Entlassungsgrund?

Wladimir Rogov, Mitglied der russischen Zivilkammer, machte Akhmedovs Entlassung öffentlich. Gründe dafür nannte er aber nicht. Militärblogger mutmaßen darüber, was zur Entlassung führte. Der Schritt kam womöglich nach anhaltender Kritik an der Führung des Generals. Im russischen Informationsraum häuften sich demnach Beschwerden über seine militärischen Entscheidungen. Die Vorwürfe gegen Akhmedov beziehen sich auf zentrale Ereignisse. Das Institut schreibt dazu: "Russische Milblogger behaupteten, dass Achmedow aufgrund fehlgeschlagener russischer mechanisierter Angriffe im taktischen Gebiet Dobropillya, die im Dezember 2025 zu schweren Verlusten führten, aus seiner letzten Position entlassen worden sei."

Schlechte Führung des russischen Generals in der Kritik

 

Während des Winters 2022 bis 2023 führte er als Kommandeur der 155. Marineinfanterie-Brigade Angriffe nahe Vuhledar in der Oblast Donezk. Diese Operationen forderten laut den Beschwerden außergewöhnlich hohe Verluste unter den russischen Truppen. Zusätzlich geriet der General wegen eines ukrainischen Angriffs im Sommer 2023 in die Kritik. Bei diesem Schlag gegen ein russisches Hinterland-Gebiet nahe Kreminna in der Oblast Luhansk starben dem ISW zufolge zahlreiche russische Soldaten. Akhmedovs Rolle bei diesem Vorfall verschärfte die bereits bestehende Unzufriedenheit mit seiner Führung. Offizielle Berichte über seine Entlassung liegen nicht vor. Es sei nicht das erste Mal, dass Akhmedov eine Führungsposition aufgrund "inakzeptabler Verluste" verlor, heißt es in einem Beitrag auf der Plattform X. Innerhalb von zwei Jahren musste er zwei Posten abgeben.

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/news.de/stg

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