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Donald Trump: "Das wird nicht passieren!" US-Präsident will sich Grönland einverleiben

Donald Trump macht erneut deutlich, dass er Grönland besitzen will. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

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  • Donald Trump betont vor einem Treffen zwischenDänemark und den USA im Weißen Haus seinen Anspruch auf Grönland.
  • US-Präsident behauptet, wenn die USA Grönland nicht übernehmen, würden es Russland und China machen.
  • Grönland und Dänemark kämpfen um die Insel: Widerspruch macht Trump wütend.

Donald Trump hält vor einem Treffen zwischen Dänemark und den USA im Weißen Haus an Grönland fest. Der US-Präsident betonte auf seinem eigenen Sprachrohr Truth Social seinen Anspruch auf die Arktisinsel.US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social verlangt, dass Grönland "in die Hände der Vereinigten Staaten" gelegt wird. "Alles andere ist inakzeptabel", schreibt der 79-Jährige.

Trump betont Anspruch auf Grönland

"Die Vereinigten Staaten brauchen Grönland zum Zweck der nationalen Sicherheit", schrieb Trump. Es sei elementar für den Aufbau der geplanten Raketenabwehr Golden Dome. Die Nato solle daher den Weg für eine US-Übernahme der Insel bereiten, so Trump weiter. Gleichzeitig sprach er eine deutliche Warnung vor geopolitischen Rivalen aus. In Versalien schrieb er: "WENN WIR ES NICHT TUN, WERDEN ES RUSSLAND ODER CHINA MACHEN, UND DAS WIRD NICHT PASSIEREN!" Die Nato-Mitgliedschaft des zum Königreich Dänemark gehörenden Territoriums im Nordatlantik sei kein ausreichender Schutz für Grönland, so der US-Präsident weiter. Er wischte damit einen Vorstoß der Europäer zur Verstärkung der Nato-Präsenz in der Arktis vom Tisch, mit dem unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz versucht hatte, den Streit zu entschärfen.

Trump tönt: Wirksame Nato-Abschreckung nur durch die USA

Die Nato könne nur dank der USA eine wirksame Abschreckung entfalten, schrieb Trump und fügte hinzu, das sei sein Verdienst durch die Stärkung der US-Streitkräfte während seiner ersten Amtszeit. Die Nato werde weitaus beeindruckender und effektiver mit Grönland in den Händen der USA, so der Republikaner weiter. Trump verfolgt das Ziel einer Übernahme bereits seit seiner ersten Amtszeit im Jahr 2019 und hat seine Forderungen zuletzt intensiviert. Grönland ist derzeit ein Territorium Dänemarks, agiert jedoch autonom mit einer eigenen Regierung.

Dänemark und Grönland kontern Donald Trump

Die Regierungen von Dänemark und Grönland haben deutlich gemacht, dass ein Verkauf oder eine Annexion des Territoriums durch die USA nicht akzeptabel sind. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte vor einem Ende der Nato, sollte die US-Regierung ihre Ankündigungen wahr machen. Grönlands Premierminister Jens-Frederik Nielsen hatte am Mittwoch erklärt, dass die Insel es vorziehe, weiterhin ein Territorium Dänemarks zu bleiben. Als Trump später am selben Tag auf diese Zurückweisung angesprochen wurde, reagierte er abfällig. Er gab offen zu, dass ihm der Regierungschef gänzlich unbekannt sei.

Dennoch verurteilte der US-Präsident die Aussagen Nielsens scharf. "Das ist deren Problem", kommentierte Trump die Weigerung. Er fügte drohend hinzu: "Ich weiß nicht, wer er ist, weiß nichts über ihn, aber das wird ein großes Problem sein."

Treffen im Grönland-Konflikt: Vance auf Konfrontationskurs?

Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt werden noch heute (16.30 Uhr MEZ) im Weißen Haus zu Gesprächen erwartet. Zu dem ursprünglich als Außenministertreffen geplanten Gespräch mit US-Chefdiplomat Marco Rubio meldete sich kurzfristig auch US-Vizepräsident JD Vance an. Das weckte Sorge vor einer konfrontativen Begegnung. Vance gilt als Hardliner, der im vergangenen Februar bei einem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj maßgeblich zur Eskalation des Gesprächs beigetragen hatte.

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/news.de/stg/dpa

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