Nach Trumps Grönland-Drohung: Bereits am Mittwoch - Vance und Rubio treffen Dänen-Minister im Weißen Haus
An dem Gespräch im Weißen Haus wird J.D. Vance (l.) und Marco Rubio (r.) teilnehmen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
Erstellt von Franziska Kais
13.01.2026 14.30
- Donald Trump drohte Grönland mit Militäreinsatz
- Grönland-Streit soll bei Treffen in Washington beigelegt werden
- J.D. Vance und Marco Rubio treffen Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen
Donald Trump träumt noch immer davon, die zu Dänemark gehörende Insel Grönland zu annektieren. Der US-Präsident drohte unlängst sogar damit, sein Ziel notfalls durch einen Militäreinsatz zu erreichen. Doch Dänemark wehrt sich gegen die US-Ansprüche auf Grönland und geht in die Offensive.
Weitere aktuelle Nachrichten zu Donald Trump und der US-Politik finden Sie am Ende dieses Artikels.
Donald Trump droht mit Militäreinsatz - Grönland-Streit soll bei Treffen in Washington beigelegt werden
Bereits an diesem Mittwoch (14. Januar) soll ein Treffen zwischen dem dänischen Außenminister Lars Løkke Rasmussen und Vizepräsident J.D. Vance sowie US-Außenminister Marco Rubio im Weißen Haus stattfinden, um den Streit um die US-Ansprüche in einem persönlichen Gespräch beizulegen. Auch die zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt wird an dem Treffen in Washington teilnehmen.
J.D. Vance und Marco Rubio treffen Dänemarks Außenminister Lars Løkke Rasmussen
Man wolle die Situation in einem Rahmen erörtern, wo man sich in die Augen schauen könne, so Dänemarks Außenminister Rasmussen. Weitere Kommentare wolle er derzeit nicht abgeben. Zuvor hatte es einen tagelangen verbalen Schlagabtausch zwischen unter anderem US-Präsident Donald Trump und dänischen Politikern wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in der Angelegenheit gegeben. Dänemark und Grönland hatte daraufhin um das Gespräch gebeten.
Donald Trump droht mit Annexion Grönlands
US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen erneut mit der Annexion Grönlands gedroht und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet. Jüngst machte er klar, dass es ihm um langfristigen Besitz von Grönland geht. "Wir sprechen über Erwerb, nicht über eine Pacht", so der US-Präsident. Immer wieder rechtfertigt Trump den Gebietsanspruch damit, dass sich sonst China oder Russland die Insel einverleiben würden. Zudem verwies er auf die strategische Bedeutung der Insel und auf die Bodenschätze Grönlands.
Kritik an Trump-Drohung gegen Nato-Partner
Dänemark und Grönland weisen Trumps Besitzansprüche seit Wochen mit Unterstützung zahlreicher europäischer Partner - darunter Deutschland - vehement zurück. Wenn ein Nato-Land ein anderes angreife, dann höre alles auf, hatte Dänemarks Regierungschefin Frederiksen gesagt. Grönland gehört als Teil des Königreichs Dänemark zur Nato. Die Arktisinsel war bis 1953 dänische Kolonie und ist inzwischen weitgehend autonom. Für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik ist aber weiter Dänemark zuständig.
Auch diese Artikel zu Donald Trump und der US-Politik sind einen Blick wert:
- Diese vier Männer könnten Donald Trump aus dem Amt jagen
- Letzte Hoffnung des US-Präsidenten auf Friedensnobelpreis zerplatzt
- Wortsalat statt klarer Antwort - US-Präsident scheitert an simpler Frage
- First Lady wird zur Nebensache - Donald Trump schwärmt von anderer Frau
- Aufgrund einer "unangemessenen Beziehung" - Wirbel um mögliche Trump-Trennung