Außerordentliches Konsistorium: Kardinäle aus aller Welt zu Beratungen mit Papst Leo XIV. in Rom
Papst Leo XIV., der US-Amerikaner Robert Prevost, winkt vom Balkon des Petersdoms im Vatikan. Bild: picture alliance/dpa/Vatican Media/IPA via ZUMA Press | Vatican Media
Erstellt von Sarah Knauth
07.01.2026 16.45
Papst Leo XIV. empfängt erstmals Kardinäle aus aller Welt zu einem besonderen Gipfeltreffen für Beratungen über die Zukunft der katholischen Kirche im Vatikan. Am heutigen Mittwoch sowie am Donnerstag hält der Pontifex sein erstes außerordentliches Konsistorium seit dessen Wahl im vergangenen Mai ab - also eine Versammlung aller Kardinäle der Weltkirche. Für den Nachmittag war der Beginn der ersten Arbeitssitzung vorgesehen.
Eine solche Versammlung kommt äußerst selten vor. Anders als bei ordentlichen Konsistorien, die mitunter mehrmals jährlich stattfinden können, werden bei einem außerordentlichen Konsistorium nicht nur die in Rom ansässigen Kardinäle einberufen, sondern alle. Derzeit sind dies 245 Kirchenmänner. Das Konsistorium gilt als das wichtigste Beratungsgremium des Papstes.
Vatikan hält sich bedeckt zu Themen
Worüber Leo bei dem Konsistorium mit den Kardinälen beraten will, hat der Vatikan nicht offiziell mitgeteilt. In der Ankündigung der Versammlung hieß es nur, die gemeinsamen Momente sollen dem katholischen Kirchenoberhaupt "Unterstützung und Rat bei der Ausübung seiner hohen und verantwortungsvollen Aufgabe in der Leitung der universalen Kirche bieten".
Auf der Tagesordnung steht jedoch nach Angaben des Portals "Vatican News" die Diskussion über zwei zentrale Reformdokumente von Leos Vorgänger Franziskus. Auch das Mitspracherecht aller Katholiken in der Kirche sowie die Beziehung zwischen Römischer Kurie und den Ortskirchen könnten Themen sein. Ebenfalls das kontroverse Thema der alten lateinischen Messe könnte besprochen werden.
Abgrenzung zu Vorgänger Franziskus?
Der im vergangenen April gestorbene Franziskus hatte bei der Leitung der Kirche weniger auf Konsistorien oder das Kardinalskollegium im Ganzen gesetzt. Stattdessen setzte er einen sogenannten Kardinalsrat aus neun Kirchenmännern ein, der sich alle paar Monate mit Franziskus traf. Die Einberufung des Konsistoriums könnte darauf hindeuten, dass Leo auf den Wunsch der Kardinäle eingehen will, stärker einbezogen zu werden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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