Donald Trump am Pranger: "So wird es enden..." Ex-Abgeordneter wittert perfiden "The Don"-Plan
Aus dem Lager der US-Republikaner regt sich nach Donald Trumps Venezuela-Angriff bittere Kritik: Hegt "The Don" einen perfiden langfristigen Plan? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
Erstellt von Claudia Löwe
05.01.2026 07.33
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Das Jahr 2026 war erst drei Tage alt, als Donald Trump seinen kurz zuvor öffentlich geäußerten Neujahrsvorsatz für Weltfrieden ad acta legte und US-Einheiten in Venezuela angreifen ließ. Wenig später ging die Nachricht um die Welt, dass US-Spezialkräfte den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht hatten - ein Vorgehen, das international für erhitzte Debatten sorgte und auch bei den US-Republikanern die Gemüter erhitzte.
Erbitterte Abrechnung mit Donald Trump und der MAGA-Bewegung nach Venezuela-Coup
Einer, der mit Donald Trumps Venezuela-Coup besonders deutlich ins Gericht ging und mit Donald Trumps Anhängern unmissverständlich abrechnete, ist Joe Walsh, seines Zeichens früherer republikanischer Kongressabgeordnete aus dem US-Bundesstaat Illinois. In einem Beitrag auf Substack, über den "Raw Story" berichtet, wirft er der MAGA-Bewegung vor, sich vom Präsidenten ein weiteres Mal hinters Licht führen zu lassen – diesmal im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen Venezuela.
Walsh erinnert die Trump-Basis an eine Reihe gebrochener Versprechen: günstigere Lebensmittel, die ausschließliche Verfolgung krimineller Einwanderer, die Veröffentlichung der Epstein-Akten. "Und erinnert ihr euch, als er sagte, er würde der Anti-Kriegs-Präsident sein? Der Präsident des Friedens? Der 'America First'-Präsident?", fragt Walsh rhetorisch. "Nun, ich habe schlechte Nachrichten für euch."
"Unmoralisch, verfassungswidrig, illegal": Ex-Republikaner rechnet mit Trumps Venezuela-Angriff ab
Walsh lässt keinen Zweifel daran, dass er Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro für einen "hundertprozentig schlechten Kerl" hält. Dennoch sei das amerikanische Vorgehen nicht zu rechtfertigen. "Was wir gerade in Venezuela getan haben, ist unmoralisch, verfassungswidrig und illegal", schreibt der Ex-Kongressmann. Die Vereinigten Staaten hätten die Souveränität einer Nation verletzt, um deren Kontrolle zu übernehmen. Damit unterscheide sich das Vorgehen nicht von dem anderer diktatorischer Regime, die fremde Länder überfallen. "Machen Sie sich nichts vor: Das hat nichts mit Drogen zu tun", betont Walsh.
Krieg gegen Drogen nur als Vorwand? Schwere Vorwürfe gegen Donald Trump
Als Beleg für seine These führt Walsh die Begnadigung des früheren honduranischen Präsidenten Juan Orlando Hernández an. Trump hatte den Ex-Staatschef erst im vergangenen Monat vollständig begnadigt und damit aus einem US-Bundesgefängnis entlassen. Hernández verbüßte dort eine 45-jährige Haftstrafe wegen Drogenhandels. Für Walsh entlarvt dieser Fall die vorgeschobene Drogen-Begründung für das Venezuela-Engagement. Wenn es tatsächlich um den Kampf gegen Rauschgift ginge, hätte Trump kaum einen verurteilten Drogenschmuggler auf freien Fuß gesetzt.
"So wird es enden..." Ex-Abgeordneter wittert Trumps Maduro-Plan
Der ehemalige Tea-Party-Republikaner wagt eine konkrete Vorhersage: "Und so wird es wahrscheinlich auch enden: Maduro wird sich eine günstige Begnadigung von Trump erkaufen. Notiert euch das." Abschließend richtet Walsh einen deutlichen Appell an die MAGA-Anhänger. Es sei Zeit, erwachsen zu werden. Sie hätten diesen "völlig korrupten, gefährlichen, gesetzlosen Verrückten" zurück ins Weiße Haus gelassen – wohlwissend, wer er sei. Doch noch bestehe Hoffnung: Der Kongress müsse unter maximalen Druck gesetzt werden, seine Aufgabe zu erfüllen. Denn derzeit funktioniere die Legislative nicht mehr.
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