Donald Trump: Social-Media-Wutanfall macht "The Don" zur Lachnummer
Donald Trump nutzt seine Social-Media-Plattform Truth Social mit Vorliebe dafür, seine Wut herauszuschreien - und macht sich dabei immer wieder verlässlich zum Gespött. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Wire | Brandon Bell
Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe
26.11.2025 13.11
- Donald Trump blamiert sich bei Truth Social bis auf die Knochen
- US-Präsident teilt bei Wutanfall Post von Kritiker-Account
- Unterstützt "The Don" plötzlich Forderungen nach seiner eigenen Amtsenthebung?
Einst flog Donald Trump hochkant bei X (vormals Twitter) raus und hatte plötzlich kein Social-Media-Ventil mehr, um seine Polter-Posts abzusetzen - wenig später hob der Republikaner kurzerhand seine eigene Plattform namens Truth Social aus der Taufe, wo sich "The Don" seitdem hemmungslos austobt und von Gleichgesinnten Applaus bekommt. Sein Truth-Social-Account wird seit Trumps Wiederwahl zum US-Präsidenten regelmäßig zum Schauplatz von Social-Media-Wutausbrüchen, bei denen sich der 79-Jährige vor lauter Rage gern mal vergisst und bis auf die Knochen blamiert.
Donald Trump platzt der Kragen: US-Präsident wettert gegen Demokraten und tappt in die Peinlich-Falle
Genau das passierte nun am 24. November, als sich Donald Trump zum Frustabbau bei Truth Social einloggte und in einer Reihe von Wut-Posts gegen seinen Lieblingsfeind, die US-Demokraten, wetterte. Ein Post nach dem anderen, gespickt mit Screenshots anderer Accounts, die Trumps Standpunkt untermauern sollten, wurde auf dem Präsidenten-Account veröffentlicht. Dummerweise rutschte "The Don" ein Bildschirmfoto dazwischen, das ihn der Lächerlichkeit preisgab - denn der Originalpost, dem Trump mit seinem Beitrag zuzustimmen schien, stammt von einem Account, der die Forderung nach einer Amtsenthebung des US-Präsidenten bereits im Namen trägt.
Verwirrter US-Präsident teilt Post von Befürworter seiner eigenen Amtsenthebung
Das von Trump geteilte Foto von US-Senator Mark Kelly mit den Worten "Du kannst illegale Befehle verweigern" wurde nämlich kurz zuvor bei X von einem Account namens "Impeach Trump a 3rd Time!" ("Drittes Amtsenthebungsverfahren für Trump!") veröffentlicht. Das Konto, das für eine "blaue Welle 2026" wirbt und Bilder brennender MAGA-Kappen postet, macht seit 2022 Stimmung gegen Trump. Der linke Account "Patriot Takes" kommentierte den Fauxpas auf X mit den Worten: "Oh oh. Trump hat versehentlich den Anti-Trump-Account 'Impeach Trump a 3rd Time!' geteilt!" Ein anderer Nutzer reagierte darauf mit der Bemerkung: "Opa hat Probleme beim Lesen."
Donald Trump tobt vor Wut nach Demokraten-Aufruf zur Befehlsverweigerung
Der Auslöser für Trumps Wutausbruch war ein Video, das sechs demokratische Politiker vergangene Woche veröffentlichten. Die ehemaligen Angehörigen von Militär und Geheimdiensten erinnerten darin Soldaten und Geheimdienstmitarbeiter an ihre Pflicht, verfassungswidrige Befehle zu verweigern. "Du kannst illegale Befehle ablehnen", erklärte der ehemalige Navy-Kapitän Mark Kelly in dem Video. Die Demokraten reagierten damit auf tödliche Bootsangriffe der Trump-Regierung in der Karibik und im östlichen Pazifik, die ohne Zustimmung des Kongresses durchgeführt wurden. Bei den Attacken auf angebliche Drogenschmuggler starben über 80 Menschen. Die Regierung legte keine Beweise vor, dass es sich bei den angegriffenen Booten tatsächlich um "Narco-Terroristen" handelte. Obwohl die Demokraten keine spezifischen Befehle nannten, traf ihre Botschaft beim Präsidenten einen empfindlichen Nerv.
Wutentbrannter Trump droht mit Todesstrafe für "Verrat"
Donald Trump reagierte mit extremen Anschuldigungen auf das Video der Demokraten. Er bezichtigte die sechs demokratischen Politiker der "Aufwiegelung" und behauptete, ihre Vergehen seien "mit dem Tod zu bestrafen". Zusätzlich teilte Trump eine Truth-Social-Nachricht mit dem Text "hängt sie", was breite Empörung über seine scheinbare Forderung nach Hinrichtungen auslöste. Am Freitag (21.11.2025) ruderte Trump zurück und beteuerte, er habe die Abgeordneten nicht mit Exekution bedroht. Dennoch beharrte er darauf, dass sie sich in "ernsthaften Schwierigkeiten" befänden. Das Weiße Haus kündigte an, Pentagon und Justizministerium würden prüfen, ob Gesetzesverstöße vorlägen. Nach militärischem Recht wird "Aufwiegelung" als Sturz rechtmäßiger ziviler Autorität definiert und kann mit der Todesstrafe geahndet werden.
Donald Trump als Witzfigur: "Hat längst seinen Verstand verloren!"
Spott und Häme für Donald Trumps unüberlegte Aktion ließen freilich nicht lange auf sich warten: Kaum hatte der ebenfalls Trump-kritische Account "Republicans against Trump" einen Beitrag von "The Daily Beast" über das Missgeschick des Präsidenten geteilt, quollen die Kommentare förmlich über vor Schadenfreude:
- "Gut gemacht, Herr Präsident. Endlich ist er unserer Meinung - für ein drittes Amtsenthebungsverfahren!"
- "Der verzweifelte Despot hat längst seinen Verstand verloren."
- "Und ich dachte, [Trump] wäre die Verkörperung von physischer und psychischer Stärke..."
- "Enthebt den von Demenz geplagten Bastard endlich seines Amtes!"
- "Das hat er bestimmt einhändig beim Golfspielen gepostet."
US-Präsident feiert vermeintlichen Live-Beitrag im Fernsehen
Doch damit nicht genug: Mit einem weiteren verstörenden Beitrag befeuerte Donald Trump abermals Gerüchte um seine geistige Verfassung und eine mögliche Demenzerkrankung. In einem Post, der am Morgen des 24. November abgesetzt wurde, schwärmte der Präsident vom Abgeordneten Tim Burchett, der angeblich "GROSSARTIG heute bei Fox & Friends" gewesen sei. Trump behauptete, Burchetts Kommentar über Marjorie "Verräter" Brown sei "100% perfekt" gewesen. Der Haken an der Sache: Tatsächlich war Burchett am Montag gar nicht bei Fox & Friends aufgetreten. Der Sender hatte lediglich einen kurzen, einen Tag alten Ausschnitt aus der Sendung "The Sunday Briefing" gezeigt. Kritiker bezeichneten den bald 80-jährigen Präsidenten daraufhin als "verwirrt".
Trumps Social-Media-Angriffsliste umfasste am Montag auch den republikanischen Senator Rand Paul. Er beschimpfte ihn als "kranken Verrückten" und "fiesen kleinen Kerl", dem er vorwarf, sich gegen die Republikaner gewandt zu haben.
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