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Donald Trump: Erhält er 2026 den Friedensnobelpreis? Karlspreis-Träger nominiert US-Präsidenten

Donald Trump darf sich über eine weitere Nominierung für den Friedensnobelpreis aus Europa freuen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

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  • Karlspreis-Träger schlägt Donald Trump für den Friedensnobelpreis 2026 vor
  • US-Präsident soll laut Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt für Friedensförderung im Nahen Osten gewürdigt werden
  • Bislang war nur eine Nominierung für Trump in Europa bekannt

Bei der diesjährigen Vergabe des Friedensnobelpreises ging US-Präsident Donald Trump leer aus. Stattdessen wurde die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado ausgezeichnet. Kann Trump den Preis dafür im nächsten Jahr erhalten? Eine weitere Nominierung für den Republikaner wurde nun bekannt. Ein prominenter europäischer Religionsführer macht sich für Trump stark.

Soll Donald Trump den Friedensnobelpreis 2026 erhalten? Oberrabinner spricht sich für den US-Präsidenten aus

Wie die "Bild" berichtet, schlägt der Gewinner des Karlspreises zu Aachen 2024 - einer der wichtigsten europäischen Friedenspreise - Trump für den Friedensnobelpreis vor. Oberrabinner Pinchas Goldschmidt möchte den amerikanischen Präsidenten demnach vor allem für dessen Verdienste um den Frieden im Nahen Osten würdigen. In einer Mitteilung an das norwegische Nobelpreiskomitee habe der Vorsitzende der Europäischen Rabbinerkonferenz Trumps "entscheidende Führungsstärke" bei der Friedensförderung gelobt. Goldschmidt betonte außerdem, Trumps Politik habe "konkret den Frieden in der Region vorangebracht und die Würde von Glaubensgemeinschaften gestärkt". Die Europäische Rabbinerkonferenz, die etwa 700 Rabbiner in Europa vertritt und ihren Sitz in München hat, steht offiziell hinter der Nominierung.

Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt erhielt 2024 den Internationalen Karlspreis zu Aachen. Bild: picture alliance/dpa | Henning Kaiser

Karlspreis-Träger Pinchas Goldschmidt will Trump für Friedensförderung im Nahen Osten würdigen

Der Rabbiner führt laut "Bild" drei zentrale Errungenschaften Trumps an: Erstens die historischen Abraham-Abkommen, durch die Israel bessere diplomatische Beziehungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan aufbauen konnte. Zweitens hebt er Trumps kompromisslose Haltung gegenüber dem iranischen Atomprogramm hervor. Als dritten Punkt nennt Goldschmidt den 20-Punkte-Plan für Gaza, der zum Waffenstillstand und zur Befreiung der 20 überlebenden israelischen Geiseln aus der Gewalt der Hamas geführt habe.

Bislang wenig Zuspruchaus Europa für Trump als Friedensnobelpreisträger

In der Europäischen Union plädierte bislang nur Maltas Außenminister Ian Borg (39) dafür, Trump für den Friedensnobelpreis 2026 vorzuschlagen. International sieht die Unterstützung breiter aus: Die Regierungen Israels, Pakistans, Kambodschas, Armeniens und Aserbaidschans haben Trump bereits offiziell nominiert.

Trump wäre nicht der erste US-Präsident, der den Friedensnobelpreis erhält. Vor ihm wurden bereits Theodore Roosevelt (1906), Woodrow Wilson (1919) und Barack Obama (2009) geehrt. Es ist jedoch fraglich, ob Trump wirklich eine realistische Chance hat. Schließlich steht der amtierende US-Präsident international auch stark in der Kritik. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, zunehmend demokratische Strukturen in den Vereinigten Staaten abzubauen.

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