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Serienkiller Rex Heuermann: "Long-Island-Killer" zu lebenslanger Haft verurteilt

Rex Heuermann wurde wegen mehrerer Morde zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt Bild: AdobeStock/ Vibrant Visions Pixe

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  • Rex Heuermann wurde wegen mehrerer Morde zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt
  • Angehörige der Opfer konfrontierten den Serienmörder mit emotionalen Aussagen vor Gericht
  • DNA-Spuren und Handydaten führten die Ermittler 2023 auf die Spur des Täters

Mehr als ein Jahrzehnt lang rätselten Ermittler über die grausamen Verbrechen rund um den sogenannten "Long-Island-Killer". Nun ist das Kapitel juristisch abgeschlossen: Der US-Amerikaner Rex Heuermann wurde zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf Bewährung verurteilt. Die Entscheidung markiert das Ende eines der aufsehenerregendsten Serienmordfälle der jüngeren US-Kriminalgeschichte.

Lebenslange Haft für geständige Mordserie

Das Gericht sprach die Höchststrafe gegen den 62-Jährigen aus, nachdem er die ihm vorgeworfenen Taten gestanden hatte. Die Ermittler gehen davon aus, dass Heuermann über viele Jahre hinweg mehrere Frauen ermordete. Während der Urteilsverkündung zeigte der ehemalige Architekt nach Berichten aus dem Gerichtssaal kaum eine erkennbare Reaktion. Medien zufolge saß er regungslos auf seinem Platz und blickte starr nach vorne. Der Fall hatte in den USA über Jahre hinweg für Schlagzeilen gesorgt, da die Ermittlungen lange Zeit ohne entscheidenden Durchbruch verliefen.

Angehörige rechnen mit Rex Heuermann ab

Für die Familien der Opfer war die Urteilsverkündung ein emotionaler Moment. Viele Angehörige nutzten die Gelegenheit, um dem Verurteilten direkt ihre Gefühle mitzuteilen.
"Du erfüllst mich mit so viel Abscheu, dass ich es nicht ertragen kann", sagte Jasmine Robinson, die mit einem der Opfer verwandt ist.

Auch Amanda Funderburg, deren Schwester zu den Getöteten gehörte, richtete eindringliche Worte an den Täter:

"Ich hoffe, du leidest."

Mehrfach wurde im Gerichtssaal deutlich, wie tief die Verbrechen das Leben der Hinterbliebenen bis heute prägen.

Grausame Taten über viele Jahre

Nach Erkenntnissen der Ermittler soll Heuermann seine Opfer über einen Zeitraum von rund 17 Jahren ausgewählt und getötet haben. Die Frauen wurden demnach erdrosselt, in einigen Fällen zerstückelt und anschließend an abgelegenen Orten entsorgt. Besonders schockierend war laut "Bild" der Fund mehrerer Leichen nahe Gilgo Beach auf Long Island. Dort entdeckten Ermittler ab 2010 menschliche Überreste, die zunächst nicht miteinander in Verbindung gebracht werden konnten. Erst nach und nach verdichteten sich die Hinweise, dass ein Serienmörder hinter den Verbrechen stecken könnte.

Ermittler kamen dem Täter erst Jahre später auf die Spur

Lange blieb unklar, wer hinter den Morden steckte. Der entscheidende Durchbruch gelang den Ermittlern erst 2023. Moderne DNA-Analysen sowie die Auswertung von Mobilfunkdaten führten schließlich zu Rex Heuermann. Medienberichten zufolge spielte auch genetisches Material auf weggeworfenen Gegenständen eine wichtige Rolle bei der Identifizierung des Verdächtigen. Nach seiner Festnahme hielt sich Heuermann über weite Strecken bedeckt und äußerte sich öffentlich kaum zu den Vorwürfen.

Familie blieb dem Gericht fern

Bei der Urteilsverkündung fehlten sowohl die Ex-Ehefrau des Verurteilten als auch seine beiden erwachsenen Kinder. Über ihre Anwälte ließen sie mitteilen, bewusst nicht anwesend zu sein. Die Entscheidung sei aus Respekt gegenüber den Angehörigen der Opfer getroffen worden. Mit dem Urteil endet zwar das Strafverfahren, für viele Familien der Opfer bleiben die Folgen der Verbrechen jedoch unauslöschlich. Nach Jahren der Ungewissheit sehen sie die lebenslange Haftstrafe als späte Form der Gerechtigkeit.

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