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Frankfurt/Berlin: Berliner spendeten dieses Jahr bisher mehr Organe

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In Berlin sind bisher dieses Jahr weit mehr Organe gespendet worden als im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis Mai wurden 73 Spenderorgane registriert, 2025 waren es im gleichen Zeitraum nur 39, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) in Frankfurt mitteilte.

Bundesweit wurden gut zwölf Prozent mehr Organe gespendet: Bis Ende Mai waren es 1.405. Im vergangenen Jahr gab es den Angaben zufolge im gleichen Zeitraum 1.253 Spenderorgane.

Doch die gespendeten Organe reichten deutschlandweit weiter nicht aus, um allen Patienten und Patientinnen auf den Wartelisten eine Transplantation zu ermöglichen, hieß es. 3.150 Menschen erhielten im Jahr 2025 Organe – auf der Warteliste standen rund 8.200 Menschen. In Berlin sind über 400 Menschen auf der Warteliste für eine Organspende. Knapp 140 Organe wurden in diesem Jahr bisher in Berlin transplantiert.

Diskussion um Widerspruchsregelung für Organspende

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Europa müssen die Spender - oder deren Angehörige - in Deutschland zu Lebzeiten einer Organentnahme explizit zugestimmt haben. Das könnte sich ändern: Eine Gruppe von Abgeordneten über Fraktionsgrenzen hinweg fordert eine grundlegende Neuregelung der Organspende in Deutschland.

Ab dem Jahr 2030 soll ihrer Ansicht nach jede und jeder volljährige und einwilligungsfähige Mensch zunächst als Organspender gelten – außer, er widerspricht einer Organspende zu Lebzeiten ausdrücklich.

Allerdings steuert der Bundestag bei dieser Frage auf eine ethische Debatte zu, bei der die im normalen Politikbetrieb üblichen Fraktionsgrenzen nicht zählen. Eine weitere Politikergruppe hatte bereits vor einer solchen Widerspruchsregelung gewarnt – mit der Begründung, sie wäre ein "Grundrechtseingriff".

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

/roj/news.de

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