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Potsdam: Brandenburger Zoll: Bärengalle und Schlagringe für die Enkel

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / studio v-zwoelf

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Schwarzarbeit, Drogen und die klassische Einfuhrkontrolle: Im Laufe des 75-jährigen Bestehens der Potsdamer Zollverwaltung haben die Beamten einige kuriose Entdeckungen gemacht. Zum Jubiläum nannte die Behörde einige Best-ofs ihrer Funde. Ein Überblick

Bärengalle als Arznei

Anfang des Jahres führte ein Reisender aus Peking Ampullen mit Bärengalle ein. Der Reisende gab beim Zoll an, dass es sich bei der Ware um traditionelle chinesische Medizin zur Behandlung von Leberbeschwerden handele. Die Zollmitarbeiter hatten jedoch den Verdacht, dass es sich um die Galle eines Braunbären handeln könnte. Die Population der Braunbären in China ist besonders geschützt, daher wurde gegen den Mann ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Bannbruchs eingeleitet.

Wurfstern als Dekoartikel

Der Zoll am BER-Flughafen entdeckte einst im Gepäck einer Frau einen metallischen Wurfstern. Sie erklärte, den Wurfstern zu Dekorationszwecken bei einem Studienaufenthalt in Japan gekauft zu haben. Trotz der mutmaßlich harmlosen Nutzung wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

60 Zentimeter langer Walrossstoßzahn im Gepäck

Ebenfalls am Flughafen BER staunten die Beamten nicht schlecht, als sie einen 60 Zentimeter langen Stoßzahn eines Walrosses mit Verzierungen auf der Oberfläche aus dem Gepäck eines Mannes aus Georgien zogen. Die Tiere sind streng geschützt. Der knapp zwei Kilogramm schwere Stoßzahn war in ein Bettlaken gewickelt. Der Mann soll den Stoßzahn als Geschenk seines in Russland wohnenden Vaters bekommen haben.

Mit fünf Kilogramm Ketamin auf der Autobahn

Die Zollbeamten stellten bei einer Fahrzeugkontrolle auf der A 10 bei Königs Wusterhausen rund fünf Kilogramm Ketamin sicher. Die zwei Insassen sagten, bei der Substanz handele es sich um das bei Sportlern beliebte Kreatin, einem Wirkstoff zur Förderung des Muskelaufbaus. Ein Detektionsgerät erkannte, dass es sich um Ketamin-Hydrochlorid handelte. Das ist ein Narkosemittel, das in der Medizin eingesetzt wird, aber aufgrund seiner halluzinogenen Wirkung auch als illegale Partydroge verbreitet ist. Der Straßenverkaufswert dieser Menge lag bei etwa 200.000 Euro.

Schlagringe für die Enkelkinder

Der Zoll entdeckte am Flughafen BER im Koffer einer Rentnerin aus Tel Aviv zwei Schlagringe. Daraufhin erklärte die 75-jährige Frau, die Schlagringe seien für die Enkel zum Klavierspielen gedacht. Gegen die Seniorin wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die verbotenen Gegenstände fanden nicht ihren Weg unter den Weihnachtsbaum und wurden sichergestellt.

Der Zoll hat im Laufe der Jahrzehnte ein immer größeres Aufgabenfeld zu bearbeiten. Neben der Erhebung von Zöllen und Abgaben zum Schutz der eigenen Wirtschaft ist er mittlerweile auch für die Erhebung von unterschiedlichsten Verbrauchsteuern zuständig. Dazu zählen etwa die Strom- und Energiesteuer, Luftverkehr- und Kraftfahrzeugsteuer sowie Tabak-, Bier- oder Kaffeesteuer. Ansonsten bekämpft der Zoll unter anderem die illegale Beschäftigung, Schwarzarbeit und den Schmuggel von Drogen oder Waffen.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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