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Umstrittenes Thema: Jäger warnen vor Windrädern im Thüringer Wald

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Die Jäger in Thüringen stehen dem möglichen Bau von Windrädern im Wald kritisch gegenüber. Der Wald sei eines der wertvollsten Güter, sagte der Geschäftsführer des Landesjagdverbandes, Frank Herrmann, der Deutschen Presse-Agentur, zum Thüringer Landesjägertag. Er sei als Naturrefugium für viele Tiere und Pflanzen überlebenswichtig. "Vom Erholungswert für die Menschen ganz abgesehen."

Für Windkraftanlagen im Wald müssten mindestens 1.500 Kubikmeter Beton in den Boden eingebracht werden, was zahlreiche Bodenschichten zerstöre, sagte Herrmann. Zudem verwies er auf ein jüngst bei Kitzingen (Unterfranken) abgebranntes Windrad, bei dem die Feuerwehr aufgrund der Höhe nicht eingreifen konnte. Passiere Ähnliches in Waldgebieten oder den Kammlagen des Thüringer Waldes, "dann haben wir Katastrophen, derer wir nicht Herr werden."

Windräder im Wald als Streitthema

In Thüringen wird seit Jahren heftig über den Windkraftausbau gestritten. Eine Gesetzesänderung ermöglicht der Landesforstanstalt künftig den Bau von Windrädern im Wald, der lange als Tabu galt. Insgesamt gibt es in Thüringen laut Fachagentur Wind und Solar derzeit 860 Windräder mit einer installierten Leistung von 1.896 MW.

Zum Landesjägertag in Niederorschel (Landkreis Eichsfeld) kamen am Samstag rund 130 Delegierte der Thüringer Jägerschaften sowie Vertreter der Politik zusammen. Auch Thüringens Umwelt- und Energieminister Tilo Kummer (BSW) sollte am Nachmittag teilnehmen.

Auf der Tagesordnung standen zudem die Rehkitz-Rettung sowie der Umgang mit Wolf und Luchs. Dabei ging es auch um den Thüringer Wald als Wanderkorridor für die Tiere. Zudem wurde der bisherige Präsident des Thüringer Landesjagdverbandes, Ludwig Gunstheimer, im Amt bestätigt.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

/roj/news.de

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