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Rudy Giuliani im Krankenhaus: "Er wurde so schlecht behandelt!" Donald Trump eskaliert bei Schimpftirade

Donald Trump und Rudy Giuliani verbindet eine langjährige Partnerschaft auf dem politischen Parkett. Bild: picture alliance / dpa | Peter Foley

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  • Rudy Giuliani im Krankenhaus - Zustand ist "kritisch"
  • Langjähriger Vertrauter von Donald Trump in Klinik in Florida - Diagnose unbekannt
  • So reagiert Donald Trump auf die Hospitalisierung seines Weggefährten

Große Sorge um einen von Donald Trumps engsten Vertrauten: Der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani liegt in einem Krankenhaus in Florida. Laut seinem Sprecher Ted Goodman befindet sich der 81-Jährige in "kritischem, aber stabilem" Zustand. Weder die Ursache für die Einlieferung noch die bisherige Aufenthaltsdauer wurden bekannt gegeben.

Rudy Giuliani im Krankenhaus: Zustand von Trump-Vertrautem als "kritisch" beschrieben

Goodman äußerte sich auf der Plattform X zu dem Gesundheitszustand seines Mandanten. Rudy Giuliani sei ein "Kämpfer", der jede Herausforderung in seinem Leben mit "standhafter Stärke" gemeistert habe. Genau so kämpfe er auch jetzt. Der Sprecher rief dazu auf, für den einstigen "Bürgermeister Amerikas" zu beten. Noch am 1. Mai 2026 hatte Giuliani seine Online-Sendung "America's Mayor Live" aus Palm Beach moderiert. Dabei hustete er und erwähnte, seine Stimme sei "etwas angeschlagen". Bereits im vergangenen September erlitt der 81-Jährige bei einem Autounfall in New Hampshire einen Bruch eines Brustwirbels sowie weitere Verletzungen und musste ins Krankenhaus.

Donald Trump meldet sich zu Wort und verteidigt Giuliani als "wahren Kämpfer"

US-Präsident Donald Trump meldete sich am 3. Mai, kaum dass Rudy Giulianis Hospitalisierung Schlagzeilen schrieb, auf seiner Plattform Truth Social zu Wort. Er bezeichnete Giuliani als "unseren großartigen Rudy Giuliani, einen wahren Kämpfer und mit Abstand den besten Bürgermeister in der Geschichte von New York City".

US-Präsident poltert in Giuliani-Post drauflos und ätzt gegen "radikale linke Irre"

Der 79-jährige US-Präsident nutzte die Gelegenheit erneut für politische Angriffe. Es sei eine Tragödie, dass Giuliani von den "radikalen, linken, irren Demokraten" so schlecht behandelt worden sei, schrieb Trump in Großbuchstaben. "Sie haben bei den Wahlen betrogen, Hunderte von Geschichten erfunden, alles Mögliche getan, um unsere Nation zu zerstören, und jetzt seht euch Rudy an. So traurig!", fabulierte Trump weiter. Sein langjähriger Verbündeter habe "bei allem recht gehabt". Bereits im September 2025 hatte Trump angekündigt, Giuliani die Presidential Medal of Freedom verleihen zu wollen – die höchste zivile Auszeichnung der US-Regierung. "Und jetzt das. So traurig", kommentierte der Präsident den Krankenhausaufenthalt.

Rudy Giuliani und seine Karriere vom Staatsanwalt zum "Bürgermeister Amerikas" und Trump-Vertrauten

Rudy Giulianis Karriere begann im Justizministerium unter der Reagan-Regierung, wo er als einer der bekanntesten Bundesstaatsanwälte des Landes galt. Später wurde er US-Staatsanwalt in Manhattan. Nach einer gescheiterten Kandidatur 1989 gewann er 1993 die Bürgermeisterwahl in New York – als erster Republikaner seit 1973 in diesem Amt. Von 1994 bis Ende 2001 führte er die Metropole und erlangte besondere Anerkennung für sein Krisenmanagement nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Talk-Legende Oprah Winfrey verlieh ihm daraufhin den Ehrentitel "Amerikas Bürgermeister".

Seine Amtszeit war geprägt von einem harten Vorgehen gegen Kriminalität. Allerdings verschlechterten sich die Beziehungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, als Giuliani die Polizei gegen Vorwürfe von Voreingenommenheit und Brutalität verteidigte. 2008 kandidierte er erfolglos für das Präsidentenamt.

Rudy Giuliani blieb Donald Trump treu und schürte Verschwörungstheorien über Wahlbetrug

Donald Trumps langjähriger Gefährte Rudy Giuliani befindet sich in kritischem Zustand in einem Krankenhaus in Florida. Bild: Adam Gray/AP/dpa/dpa

Nach Donald Trumps Wahlniederlage 2020 blieb Giuliani seinem Verbündeten treu. Als persönlicher Anwalt des damaligen Präsidenten gehörte er zu den zentralen Figuren, die unbelegte Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug in die Öffentlichkeit trugen. Diese Aktivitäten hatten schwerwiegende Konsequenzen. Ende 2023 verurteilte ihn ein Gericht zur Zahlung von hohem Schadenersatz wegen seiner Falschaussagen. Daraufhin musste Giuliani Insolvenz anmelden. Im Jahr 2024 folgte der nächste Tiefschlag: Der Bundesstaat New York entzog ihm die Zulassung als Anwalt. Auch in Washington darf er seinen Beruf nicht mehr ausüben.

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/news.de/dpa/stg

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