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Waldbrandgefahr aktuell: Höchste Alarmstufe - in diesen Regionen ist äußerste Vorsicht geboten

Die Waldbrandgefahr steigt aktuell dramatisch. Bild: picture alliance/dpa | Robert Michael

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  • Waldbrandgefahr steigt - höchste Warnstufe in Teilen Deutschlands
  • Höchste Gefahrenstufe 5 in Süddeutschland
  • Behörden ordnen Kontrollflüge an, während erste Brände bereits lodern

Die Waldbrandgefahr in Deutschland verschärft sich dramatisch. Der Deutsche Wetterdienst meldet für Donnerstag (30. April) in mehreren süddeutschen Regionen die höchste Gefahrenstufe 5. Betroffen sind unter anderem Kitzingen, Weißenburg, Augsburg und Stuttgart.

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Waldbrandgefahr steigt dramatisch - höchste Warnstufe in Teilen Deutschlands

Bereits am Mittwoch (29. April) erreichten Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die Stufe 4. Auch der Südosten Baden-Württembergs sowie Unterfranken stehen vor kritischen Tagen. Die Ursachen für die steigende Waldbrandgefahr sind eindeutig: Über Monate hinweg fiel viel zu wenig Niederschlag, die Böden sind ausgetrocknet. Dazu kommen ungewöhnlich hohe Temperaturen von bis zu 25 Grad. "Die Kombination aus trockenen Böden, zunehmender Sonneneinstrahlung und fehlendem Regen lässt die Waldbrandgefahr langsam, aber stetig ansteigen", warnt Meteorologe Johannes Graf gegenüber "Bild". Selbst kleinste Funken können unter diesen Bedingungen verheerende Folgen haben.

Behörden ordnen Kontrollflüge an, während erste Brände bereits lodern

Die Regierung von Niederbayern hat zwischen Dienstag, 28. April, und Freitag, 1. Mai, insgesamt sechs Beobachtungsflüge angeordnet. Überwacht werden Waldgebiete rund um Kelheim, Landshut, Straubing, Deggendorf und Passau bis zur tschechischen und österreichischen Grenze. Auch in Oberbayern kreisen Kontrollflugzeuge über Starnberg, Landsberg, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau.

Die Gefahr ist längst keine Theorie mehr. Im Landkreis Passau brannte zu Wochenbeginn bereits eine Waldfläche von der Größe eines Fußballfeldes. Bei Ansbach in Franken fraßen sich Flammen durch 5.000 Quadratmeter Wald. In Rheinland-Pfalz musste sogar die Autobahn A63 nach einem Waldbrand gesperrt werden.

Behörden warnen vor Gefahr von Waldbränden - offenes Feuer, Rauchen und Grablichter verboten

Die Behörden rufen deshalb zu äußerster Vorsicht auf. In Waldgebieten ist offenes Feuer und Rauchen strikt untersagt. Waldbesitzer, Jäger und Forstarbeiter dürfen in einem Radius von 100 Metern zum Wald keine Flammen entzünden. In Lohr am Main gilt ein umfassendes Feuerverbot bis auf Weiteres. Sogar Grablichter auf Friedhöfen sind untersagt. Lediglich Kohle-, Gas- und Elektrogrills bleiben erlaubt.

Aktuelle Wetterlage verschärft Risiko - Waldbrandgefahr steigt dramatisch

Die aktuelle Wetterlage verschärft das Risiko von Waldbränden zusätzlich. Am Mittwoch (29. April) und Donnerstag (30. April) herrscht eine sogenannte Bisenlage, wie DWD-Meteorologe Fabian Chow erklärt. Der Wind aus nordöstlicher bis östlicher Richtung frischt auf und bringt Böen bis in tiefere Lagen des Südwestens. Ab Freitag soll der Gefahrenindex zwar wieder sinken. Doch bis dahin bleibt die Situation angespannt. Frühestens am Wochenende könnte ein Tiefdruckgebiet etwas Niederschlag bringen. "Wie schnell und wie nachhaltig der Hochdruckeinfluss verdrängt wird, muss sich zeigen", so der Experte.

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/gom/news.de/dpa/stg

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