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Gefahr durch Tigermücken wächst: Experten warnen vor gefährlichem Chikungunya-Virus

Die asiatische Tigermücke ist der Hauptüberträger des Chikungunya-Virus. Bild: AdobeStock / SILVIA MAQQ

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  • Die asiatische Tigermücke breitet sich rasant in Europa aus
  • Milde Temperaturen ermöglichen einen raschen Anstieg der Populationen
  • Das Insekt gilt als Hauptüberträger des gefährlichen Chikungunya-Virus

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Die Bedrohung durch das Chikungunya-Virus in Deutschland wächst. Eine aktuelle Studie liefert beunruhigende Erkenntnisse: Bereits ab 14 Grad herrschen geeignete Bedingungen für die Asiatische Tigermücke, um den Erreger weiterzugeben. Die für die Studie verantwortlichen Forscher warnen: Im Hochsommer könnte Europa bereits mit Erkrankungsfällen übersät sein.

Milde Temperaturen fördern Virus-Verbreitung

Schon milde Temperaturen ab 13,8 Grad Celsius reichen laut der Studie des britischen Centre for Ecology and Hydrology für die Tigermücke, damit sie das Virus weiterverbreiten kann – optimal sind etwa 26 Grad. "Rund 50 Prozent von Europas geografischer Fläche sind mindestens im Juli und August für eine Chikungunya-Übertragung geeignet", so das Forscherteam um Sandeep Tegar.

Deutschland stufen die Wissenschaftler als Gebiet mit mittlerem Risiko ein. Bisher traten Infektionen hierzulande hauptsächlich bei Reiserückkehrern auf. Doch 2025 registrierten Behörden in Europa ungewöhnlich viele lokale Fälle – besonders in Frankreich und Italien. Der Klimawandel erhöht die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Ausbreitung.

Tigermücke erobert Europa in rasantem Tempo

Die Asiatische Tigermücke hat sich in den vergangenen Jahren massiv auf dem Kontinent ausgebreitet. Nach Angaben des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ist der Hauptüberträger des Chikungunya-Virus mittlerweile in 16 europäischen Ländern dauerhaft heimisch. Die Zahl der betroffenen Regionen stieg innerhalb eines Jahrzehnts von 114 auf 369.

Ursprünglich gelangte die invasive Art vermutlich über Frachtschiffe nach Italien. Seit 2007 ist sie in Europa nachgewiesen und inzwischen in nahezu allen EU-Staaten verbreitet. Der Klimawandel verschärft das Problem: Längere und intensivere Wärmeperioden schaffen ideale Bedingungen für die Vermehrung der Insekten. Die Bekämpfung gestaltet sich schwierig, da Tigermücken gegen die meisten Pestizide resistent sind oder Immunitäten aufbauen. Gleichzeitig sind in der EU nur zwei Insektizide zugelassen.

Das sind die Symptome des Chikungunya-Virus

Eine Infektion mit dem Chikungunya-Virus verursacht hohes Fieber, heftige Gelenkschmerzen, Hautausschläge und Kopfschmerzen. Der Name stammt aus Tansania und beschreibt die typische gebeugte Haltung der Erkrankten aufgrund ihrer Schmerzen. Bei bis zu zehn Prozent der Betroffenen entwickeln sich die Gelenkentzündungen zu einem chronischen Leiden, das über Monate anhält.

Tödliche Verläufe sind selten, doch bestimmte Gruppen tragen ein erhöhtes Risiko: Menschen mit Vorerkrankungen, Schwangere und Säuglinge. Die Symptome ähneln dem Denguefieber, allerdings dauert die Erkrankung länger. Wer eine Infektion überstanden hat, ist anschließend immun. Seit 2025 stehen zudem zwei zugelassene Impfstoffe zur Verfügung, die vor der Krankheit schützen können.

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