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Blutiger Angriff in Australien: Hai attackiert Mann beim Tauchen im Great Barrier Reef

Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Haiangriffen an der Ostküste Australiens. Bild: AdobeStock / Ian Scott

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  • Ein Hai attackierte einen Mann beim Schnorcheln vor Lady Elliot Island, Australien
  • Das Raubtier zerfleischte sein Opfer laut Berichten, nur mit Glück überlebte der Mann
  • Der Vorfall gilt als der erste seit über 20 Jahren vor der australischen Insel

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Hai-Panik an der australischen Küste: Ein Schnorchler ist am Great Barrier Reef von einem Hai angegriffen worden. Der Mann in seinen Fünfzigern befand sich nahe Lady Elliot Island im Wasser, als das Raubtier zuschlug. Bei der Attacke erlitt das Opfer eine tiefe Wunde am Arm sowie oberflächliche Verletzungen am Bauch und an der Hand, wie eine Sprecherin des Queensland Ambulance Service mitteilte.

Dramatische Rettung nach Raubtier-Attacke

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr auf der Westseite von Lady Elliot Island. Das Opfer war gemeinsam mit zwei Begleitern zum Schnorcheln unterwegs, wie unter anderem die britische Tageszeitung "Daily Star" berichtet. Die Gruppe hatte die Insel mit einem privaten Boot erreicht und gehörte nicht zu den Hotelgästen des dortigen Eco Resorts.

Trotz seiner Verletzungen gelang es dem Angegriffenen, mit Unterstützung seiner Freunde ans Ufer zu schwimmen. Dort alarmierten sie umgehend das Personal des Inselhotels. Die Mitarbeiter leisteten sofort Erste Hilfe, stabilisierten den Verletzten und koordinierten den Noteinsatz. Ein Rettungshubschrauber von LifeFlight brachte den Mann anschließend ins Bundaberg Base Hospital auf dem Festland.

Schnorchelzonen gesperrt - erster Angriff seit zwei Jahrzehnten

Als Reaktion auf den Vorfall wurden die Schnorchelgebiete auf der Westseite von Lady Elliot Island bis auf Weiteres geschlossen. Welche Haiart für die Attacke verantwortlich war, ist bislang ungeklärt. Mitarbeiter des Resorts und Meeresexperten überwachen derzeit die gesperrten Bereiche.

Peter Gash, der seit 20 Jahren als Verwalter der Insel tätig ist, zeigte sich überrascht von dem Zwischenfall. In seiner gesamten Amtszeit könne er sich an keinen vergleichbaren Haiangriff erinnern, erklärte er gegenüber dem Sender "ABC". "Wir haben alle Gäste informiert, Schilder aufgestellt und daran erinnert, nicht in der Dämmerung oder in trübem Wasser zu schwimmen", so Gash.

Beunruhigende Häufung von Hai-Attacken an der Ostküste

Der Vorfall am Great Barrier Reef reiht sich in eine Serie von Haiangriffen ein, die Australiens Ostküste in den vergangenen Monaten erschüttert haben. Besonders betroffen war der Großraum Sydney: Im Januar starb ein zwölfjähriger Junge an seinen Verletzungen, nachdem er im Sydney Harbour nahe dem Nielsen Park von einem Hai attackiert worden war.

Am selben Tag wurde der 27-jährige Musiker Andre de Ruyter beim Surfen in Manly am Bein gebissen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein elfjähriger Junge kam glimpflich davon, als ein Hai ihn von seinem Surfbrett stieß. Auch ein 39-jähriger wurde an einem Strand nördlich von Sydney verletzt.

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/bua/news.de/stg

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