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Winter-Hammer im Februar: Erst Glatteis, dann Eis-Hölle? Meteorologen warnen vor Extrem-Frost

Deutschland droht eine gewaltige Kältewelle. Bild: AdobeStock / nataba

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  • Glatteis-Alarm im Westen: Gefrierender Regen sorgt in mehreren Bundesländern für akute Rutschgefahr und mögliche Unwetter.
  • Mega-Frost droht im Februar: Meteorologen warnen vor zweistelligen Minusgraden bis zu –20 Grad und weiterem Eisregen.
  • Winter fordert Opfer: Ein tödlicher Glätteunfall in Ostfriesland zeigt, wie gefährlich die Wetterlage bereits ist.

Während Menschen im Osten und Nordosten weiter mit eisigen Temperaturen kämpfen, droht im Westen und Südwesten Deutschlands neue Gefahr. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) fällt dort am Dienstag zeitweise gefrierender Niederschlag – mit rutschigen Folgen.

Extreme Kältewelle droht im Februar: Meteorologen warnen vor Glatteis-Gefahr

Für große Teile Baden-Württembergs, Hessens sowie den Süden Bayerns warnt der DWD bereits am Vormittag vor Glätte. Auch Unwettergefahr ist nicht ausgeschlossen. In anderen Regionen kann es zumindest örtlich glatt werden – etwa durch Sprühregen, Schneegriesel oder überfrierende Nässe.

Besonders heikel wird es tagsüber im westlichen Bergland sowie vom Münsterland bis in den Nordwesten. Dort kann gefrierender Regen zu massivem Glatteis führen – regional ebenfalls mit Unwetterpotenzial. Die Niederschläge ziehen laut DWD nur langsam weiter. "Gebietsweise besteht vom Nordwesten bis in die östliche Mitte erhöhte Glatteisgefahr", sagte DWD-Meteorologe Marcel Schmid. Doch es könnte noch dicker kommen.

Droht der Mega-Frost? Minus 20 Grad im Februar möglich

Meteorologin Kathy Schrey von "wetter.net" warnt vor einer extremen Kältewelle, die Deutschland im Februar erfassen könnte. Laut aktuellen Berechnungen des europäischen Wettermodells drohen zur Monatsmitte zweistellige Minusgrade und nächtliche Tiefstwerte von bis zu minus 20 Grad. Neben der eisigen Luftmasse werden für die kommende Woche zudem Schneefälle und gefährlicher Eisregen prognostiziert, was erneut zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen kann.

Eisige Hauptstadt: Kälte fühlt sich extrem an

Besonders hart trifft es weiterhin Berlin und den Nordosten. Viele Gehwege in der Hauptstadt sind noch immer vereist – Entspannung ist nicht in Sicht. Immerhin: Der Einsatz von Streusalz auf Gehwegen ist inzwischen erlaubt, zudem stellt die Stadtreinigung kostenlos Splitt zur Verfügung – auch für Privatpersonen.

In Mecklenburg-Vorpommern war es zuletzt besonders frostig. Wetterexperte Stefan Kreibohm erklärte, dass der Wind die Kälte zusätzlich verschärfe. Die gefühlte Temperatur habe am Montag teils bei minus 22 Grad gelegen. Ursache sei der sogenannte Wind-Chill-Effekt: Der Wind trage die warme Luftschicht am Körper ständig ab. Die Kälte gehe gefühlt "fast durch einen hindurch".

29-Jähriger stirbt bei Glätteunfall in Ostfriesland

Das Winterwetter forderte bereits am Wochenende ein Todesopfer. In der Nacht zum Samstag kam ein 27-jähriger Autofahrer bei Holtland in Ostfriesland auf schneeglatter Fahrbahn von der Straße ab. Sein Wagen prallte gegen einen Baum. Für den 29-jährigen Beifahrer kam jede Hilfe zu spät – er starb noch an der Unfallstelle durch die Wucht des Aufpralls. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der tragische Unfall verdeutlicht die Gefahren, die das anhaltende Winterwetter mit sich bringt. Autofahrer sollten besonders in den frühen Morgenstunden mit glatten Straßen rechnen und ihre Geschwindigkeit entsprechend anpassen.

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/gom/news.de/dpa

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