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Bombenzyklon kracht auf New York: Welche Folgen hat das US-Extremwetter auf Deutschland?

Eisschollen treiben auf dem Hudson River. Bild: picture alliance/dpa/AP | Yuki Iwamura

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  • Nach Wintersturm Fern droht New York der nächste Extrem-Sturm
  • Bombenzyklon im Anmarsch: Bis zu minus 17 Grad und neuer Schnee erwartet
  • Keine Entwarnung, aber Beruhigung: Meteorologen rechnen mit weniger Wucht als beim letzten Sturm

Kaum hat New York den verheerenden Wintersturm Fern überstanden, droht bereits die nächste Wetterkatastrophe. Ein sogenannter Bombenzyklon steuert auf die US-Metropole zu und soll voraussichtlich am Samstagabend eintreffen, wie die "New York Post" berichtet. Der Sturm "Fern" hatte erst am vergangenen Wochenende weite Teile der USA heimgesucht und massive Schäden angerichtet. Allein in New York City kamen dabei mindestens zehn Menschen ums Leben. Viele Opfer wurden leblos im Freien aufgefunden, wie Bürgermeister Zohran Mamdani bestätigte. Trotz des bedrohlichen Namens soll der herannahende Bombenzyklon nach Einschätzung von Meteorologen weniger heftig ausfallen als sein Vorgänger. Dennoch müssen sich die Bewohner der Ostküste auf weitere Schneefälle und eisige Temperaturen einstellen.

Bombenzyklon steuert auf New York zu - bis zu minus 17 Grad in der Nacht erwartet

Der Bombenzyklon soll von Samstagabend bis Sonntag über die Region hinwegziehen. Meteorologen rechnen mit bis zu 7,5 Zentimetern Neuschnee – und das in einem Gebiet, das noch immer unter den mehr als 30 Zentimetern Schnee vom vergangenen Wochenende leidet. Die Temperaturen fallen diese Woche auf extreme Werte. Nachts werden bis zu minus 17 Grad erwartet, tagsüber bleibt es bei minus 8 Grad bitterkalt. "Unabhängig von der genauen Zugbahn des Sturms wird es am Sonntag voraussichtlich ein stürmischer Tag, insbesondere in der Stadt und in den östlichen und südlichen Gebieten", erklärte Matt Benz, leitender Meteorologe bei AccuWeather, gegenüber der "New York Post".

Zwei-Wochen-Mythos: Kommt das US-Wetter nach Deutschland?

Bei extremen Wetterereignissen in den USA kursiert regelmäßig die Behauptung, Europa werde etwa zwei Wochen später dasselbe erleben. Diese Annahme ist meteorologisch jedoch nicht haltbar, wie Wetterexperte Dominik Jung im "Merkur" erklärt. Zwar bewegt sich die Atmosphäre großräumig von West nach Ost, doch Wetter funktioniert nicht wie ein Zugfahrplan. Tiefdruckgebiete verändern sich ständig, schwächen sich ab oder werden blockiert. Die US-Winterstürme entstehen durch eine spezielle Kombination aus kanadischer Kaltluft und Feuchtigkeit vom Golf von Mexiko. Diese Bedingungen existieren über dem Atlantik nicht. Zudem wirken Wassertemperaturen und Jetstream als Puffer, der extreme US-Szenarien abmildert. Aktuell gibt es keine Hinweise auf ein vergleichbares Ereignis in Deutschland.

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/gom/news.de/stg

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