Polizei-News Hamburg, 27.06.26: Berliner Tor: Gleisquerung zur Abkürzung zum Hostel, ICE-Schnellbremsung, Pärchen in Lebensgefahr
Aktuelle Polizeimeldung: Verkehrsunfall Bild: Adobe Stock / Stefan Körber
Erstellt von Team Datenjournalismus
27.06.2026 12.26
Laut Zeugenaussagen soll ein Pärchen (w.21, m.28) am 27.06.2026 gegen 07.25 Uhr in der der Station Berliner Tor mit zwei Reisekoffern den Bahnsteig am Gleis 12 verlassen haben und direkt die S- und Fernbahngleise gequert haben. Ein Triebfahrzeugführer eines durchfahrenden ICE bemerkte die Betroffenen an den Gleisen und konnte den Zug durch eine Schnellbremsung rechtzeitig zum Halten bringen. Zwischenzeitlich alarmierte Bundespolizisten erreichten umgehend den Einsatzort und konnte das Pärchen aus der Republik Moldau samt Reisegepäck im Gleisbereich neben dem ICE feststellen.
"Auf Ansprache waren sich die betroffenen Gleisquerer keinem Fehlverhalten bewusst. Nach eigenen Angaben wollten sie eine Abkürzung über die Gleise nehmen, um in einem Hostel einzuchecken.Da ein regulärer Bahnverkehr auf diesen Gleisen im S- und Fernverkehr durchgeführt wurde, hatten sich die Betroffenen durch den unbefugten Aufenthalt im Gleisbereich in Lebensgefahr begeben."
Das Pärchen wurde eingehend über die Lebensgefahren im Gleisbereich aufgeklärt und aus dem Gefahrenbereich aus der Station Berliner Tor durch Bundespolizisten geführt. Durchgeführte betriebliche Maßnahmen (Streckensperrungen) konnten anschließend aufgehoben werden. Über Betriebsstörungen im Bahnverkehr können von der Bundespolizei keine Angaben gemacht werden.
Gegen die Betroffenen wurden entsprechende Ordnungswidrigkeiten-Verfahren "Unbefugter Aufenthalt in den Gleisen" eingeleitet.
Aus aktuellem Anlass warnt die Pressestelle der Bundespolizeiinspektion Hamburg wiederholt eindringlich vor lebensgefährlichem Verhalten an Bahnanlagen.
"Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen und die Bremswege sind oftmals zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer." Lebensgefährliche oder auch Verletzungen mit Todesfolge können bei der Kollision mit einem Zug nicht ausgeschlossen
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeiinspektion Hamburg vom 27.06.2026 gegen 11:55 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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