Polizeieinsatz Regensburg, 19.06.2026: 11. Oberpfälzer Kontrolltag erfolgreich durchgeführt
Die Polizei Bayern informiert über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Daniel Löb
Erstellt von Team Datenjournalismus
19.06.2026 15.02
Für die Oberpfalz hat die Polizei eine aktuelle Meldung herausgegeben. In dieser heißt es:
Am 18. Juni fand unter Federführung des Polizeipräsidiums Oberpfalz der nunmehr 11. Oberpfälzer Kontrolltag statt. Mit über 300 eingesetzten Polizeikräften wurde im gesamten Regierungsbezirk ein umfangreicher Kontrolltag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit durchgeführt. Die Aktion hat sich in den vergangenen Jahren als fester Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit etabliert und konnte wieder erfolgreich durchgeführt werden.
Der diesjährige Kontrolltag fand erstmals im Rahmen des bayernweiten Schwerpunktmonats „Landstraßensicherheit“ statt. Hintergrund sind die steigenden Unfallzahlen auf Landstraßen im vergangenen Jahr, insbesondere die hohe Zahl schwerer Verkehrsunfälle infolge überhöhter oder nicht angepasster Geschwindigkeit. Mit gezielten Kontrollmaßnahmen setzt die Bayerische Polizei deshalb im gesamten Juni einen besonderen Fokus auf die Bekämpfung dieser Hauptunfallursache.
Ziel der großangelegten Maßnahme war es, mit zahlreichen stationären und mobilen Kontrollstellen die Verkehrsteilnehmer für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren und gleichzeitig Regelverstöße konsequent zu ahnden. Im Mittelpunkt der Kontrollen standen Geschwindigkeitsüberwachung, technische Fahrzeugzustände, Abstände sowie die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeugführenden. Auch der Schwerverkehr und der grenzüberschreitende Personen- und Güterverkehr wurden intensiv überprüft – etwa auf der A3 am Parkplatz Hüttberg.
Einen großen Mehrwert stellt darüber hinaus die behördenübergreifende Zusammenarbeit dar, die in großem Maße stattgefunden hat. So waren neben zahlreichen Polizeibeamten auch der Zoll, das Bundesamt für Logistik und Mobilität, die Staatsanwaltschaft, das Veterinäramt sowie auch das Technische Hilfswerk im Einsatz.
Mit dem Leitgedanken der „Vision Zero“ verfolgt Bayern das Ziel, die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden bis 2030 deutlich zu reduzieren. Neben infrastrukturellen Maßnahmen ist dafür insbesondere die konsequente Verkehrsüberwachung ein entscheidender Baustein. Derartige Kontrolltage tragen maßgeblich dazu bei, auf bestehende Risiken aufmerksam zu machen und regelkonformes Verhalten im Straßenverkehr zu fördern.
Kontrollergebnisse
Am Aktionstag wurden wieder insgesamt rund 1000 Fahrzeuge mit ca. 1.500 Personen kontrolliert. Im Rahmen der Geschwindigkeitsüberwachung wurden rund 650 Anzeigen und Ordnungswidrigkeiten erfasst.
In 9 Fällen stellten die eingesetzten Beamtinnen und Beamten einen vorangegangenen Konsum berauschender Mittel fest. 28 Verkehrsteilnehmer missachteten die ordnungsgemäße Nutzung von Sicherheitsgurten. In 35 Fällen wurde die unerlaubte Nutzung elektronischer Geräte festgestellt – eine der Hauptursachen für Ablenkung im Straßenverkehr. Aufgrund technischer Mängel musste in 24 Fällen die Weiterfahrt untersagt werden.
Im Bereich des Schwerverkehrs kontrollierten die Einsatzkräfte etwa 200 Fahrzeuge. Dabei wurden in rund 50 Fällen Verstöße gegen Vorschriften der Ladungssicherung, des Fahrpersonalrechts, des Gefahrgutrechts sowie des Güterkraftverkehrsrechts festgestellt und zur Anzeige gebracht.
Besonderheiten
Ein am Neupfarrplatz in Regensburg eingerichteter Infostand stieß bei der Bevölkerung auf großes Interesse. In zahlreichen Gesprächen informierten die eingesetzten Polizeibeamten über verschiedene Aspekte der Verkehrssicherheit. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema E-Scooter. Hierzu beantworteten die Einsatzkräfte zahlreiche Fragen und klärten über die geltenden rechtlichen Bestimmungen sowie mögliche Gefahren im Straßenverkehr auf.
An der Kontrollstelle in Ulrichsberg auf der A 6 kontrollierten die Einsatzkräfte gegen 12 Uhr einen Dodge/Ram, welcher mit mehreren polnischen Staatsangehörigen besetzt war. Im Laufe der Kontrolle stießen die Beamten auf eine größere Bargeldsumme, welche in einer Reisetasche mitgeführt wurde. Nachdem die Insassen des Pkw keine schlüssigen Angaben zur Herkunft der letztendlich knapp über 200.000 € machen konnten, wurde das Bargeld sichergestellt. Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden i. d. OPf. hat die Ermittlungen aufgrund des Verdachts der Geldwäsche aufgenommen. Der 45-Jährige Eigentümer der Tasche steht nun in der Pflicht die Herkunft des Geldes darzulegen, bevor dieses wieder ausgehändigt werden kann.
Fazit
Das Polizeipräsidium Oberpfalz bewertet den 11. Oberpfälzer Kontrolltag als wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheitsarbeit. Die Ergebnisse der Kontrollen verdeutlichen, dass Verkehrsüberwachung weiterhin unverzichtbar bleibt, um Fehlverhalten frühzeitig zu erkennen, Unfallrisiken zu minimieren und insbesondere auf Landstraßen schwere Verkehrsunfälle zu verhindern. Der Kontrolltag hat zugleich gezeigt, wie wirkungsvoll eine enge Zusammenarbeit verschiedener Behörden bei der Bekämpfung von Verkehrsgefahren sein kann. Auch künftig wird die Oberpfälzer Polizei mit gezielten Kontrollen und Präventionsmaßnahmen ihren Beitrag zu mehr Sicherheit auf den Straßen der Region leisten.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidiums die Oberpfalz. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weiden i.d.OPf., Regensburg - Weitere Meldungen aus der Region
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