Polizeieinsatz Berlin, 22.04.2026: Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen der ROADPOL-Aktionswoche „Speedweek“ – Polizei Berlin zieht Bilanz
Die Polizei Berlin informiert zu einem aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Annette Riedl
Erstellt von Team Datenjournalismus
22.04.2026 15.51
Im Zeitraum vom 13. bis 19. April 2026 beteiligte sich die Polizei Berlin an der bundesweiten Geschwindigkeitskontrollaktion im Rahmen der ROADPOL Speedweek. Bestandteil der Maßnahmen war auch der besonders hervorgehobene Kontrolltag des sogenannten „Blitzermarathons“ am 15. April 2026.
Ziel der Schwerpunktaktion war es, durch größtmögliche Transparenz und Offenheit die Öffentlichkeit für die erheblichen Gefahren überhöhter Geschwindigkeit zu sensibilisieren und festgestellte Verstöße konsequent zu ahnden. Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt eine der Hauptursachen schwerer Verkehrsunfälle. Sie beeinflusst maßgeblich Reaktions- und Bremswege sowie die bei einem Aufprall auf den menschlichen Körper einwirkenden Kräfte. Bereits geringfügige Reduzierungen der Geschwindigkeit können daher entscheidend dazu beitragen sowohl die Anzahl als auch die Schwere von Unfallfolgen zu verringern.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die nachhaltige Wirkung von Geschwindigkeitsbeschränkungen ist deren gesellschaftliche Akzeptanz.
Im Rahmen der Aktionswoche wurden an insgesamt 203 Kontrollorten die Geschwindigkeiten von 120.171 Fahrzeugen gemessen. Dabei registrierte die Polizei Berlin 6.732 Geschwindigkeitsüberschreitungen. In 58 Fällen lagen die festgestellten Verstöße über 31 km/h der zulässigen Geschwindigkeit und somit im Bereich eines mindestens einmonatigen Fahrverbots.
Im Vergleich zu einem identischen Vorjahreszeitraum ohne besondere Schwerpunktmaßnahmen zeigt sich jedoch eine positive Entwicklung. Es passierten weniger Fahrzeuge die eingerichteten Messstellen, zugleich wurden deutlich weniger Verstöße festgestellt. Dies führt insgesamt zu einer niedrigeren Überschreitensquote und deutet auf eine gesteigerte Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmenden im Aktionszeitraum hin.
Neben Geschwindigkeitsverstößen wurden 341 weitere Verkehrsordnungswidrigkeiten und 49 Straftaten festgestellt. Darunter befanden sich 22 Fahrzeugführende ohne erforderliche Fahrerlaubnis sowie zwölf Kraftfahrzeuge ohne vorgeschriebenen Versicherungsschutz. Zudem wurden sechs Fahrzeugführende unter dem Einfluss von Alkohol oder berauschenden Mitteln festgestellt. In diesen Fällen erfolgten Blutentnahmen sowie die Sicherstellung der Führerscheine. Darüber hinaus wurden bei 38 Fahrzeugen technische Mängel festgestellt; in sechs Fällen waren diese so gravierend, dass eine Sicherstellung zur gutachterlichen Überprüfung erforderlich wurde.
Die Überwachung der Einhaltung zulässiger Höchstgeschwindigkeiten bleibt ein zentraler Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei Berlin und erfolgt ganzjährig, unabhängig von besonderen Aktionstagen oder -wochen. Verkehrsteilnehmende müssen daher jederzeit und im gesamten Stadtgebiet mit entsprechenden Kontrollen rechnen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Berlin. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben erstellt und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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