Polizei-News Hamburg, 02.04.26: Verbundeinsatz zur Überprüfung der unerlaubten Arbeitsaufnahme und Sozialleistungsbetrug in Hamburg
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Jens Büttner
Erstellt von Team Datenjournalismus
02.04.2026 14.41
Zeit: 01.04.2026, 08:30 Uhr bis 13:00 UhrOrt: Hamburg-Eidelstedt, Schnackenburgallee und Hamburger Innenstadt
Im Rahmen eines Verbundeinsatzes haben gestern Einsatzkräfte der Verkehrsdirektionen (VD 2, VD 3, VD 4) der Polizei Hamburg gemeinsam mit dem Zollamt Hamburg, der Agentur für Arbeit und des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein stationäre und mobile Verkehrskontrollen durchgeführt. Der Fokus dieses Verbundeinsatzes lag auf der Eindämmung der unerlaubten Arbeitsaufnahme sowie des Sozialleistungsbetrugs.
In der Vergangenheit stellten Einsatzkräfte der Polizei nicht selten schlechte technische Zustände - insbesondere Mängel bei der Bereifung, der Brems- oder Lichtanlagen - bei Zusteller-Fahrzeugen sowie der Sicherung von Ladung fest. Darüber hinaus führten Zustellerinnen und Zusteller ihre Autos wiederholt, ohne im Besitz einer entsprechenden Fahrerlaubnis zu sein und verstießen gegen geltende Sozialvorschriften.
Dazu sind den zuständigen Behörden aus Ermittlungen Verstöße im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Sozialleistungen im Bereich des Zustellgewerbes bekannt geworden.
Ziel der Maßnahme war es, durch eine enge Zusammenarbeit die Effektivität bei der Bekämpfung von Sozialleistungsbetrug zu erhöhen.
Im Rahmen des konzertierten Einsatzes haben rund 30 Einsatzkräfte bei der stationären Kontrolle in der Schnackenburgallee sowie bei mobilen Kontrollen in der Hamburger Innenstadt insgesamt 44 Fahrzeuge und 47 Personen überprüft.
Mitarbeitende der Agentur für Arbeit kontrollierten insgesamt elf Personen, bei zwei von ihnen bestand der Verdacht der unerlaubten Arbeitsaufnahme. Bei einer weiteren Person bestand zudem der Verdacht der sogenannten Scheinselbstständigkeit.
Beamtinnen und Beamte des Zolls kontrollierten 47 Personen und leiteten bei 13 Personen Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Verdacht der unerlaubten Arbeitsaufnahme ein.
Darüber hinaus bestand bei einem 30-jährigen Ghanaer der Verdacht, dass er sich illegal in der Bundesrepublik aufhält. Die Polizeikräfte leiteten ein entsprechendes Strafverfahren ein.
Insgesamt untersagten die Einsatzkräfte zwölf Personen vorläufig die Weiterfahrt.Bei dem Fahrer eines Lieferfahrzeuges bestand der Verdacht, dass er sein Fahrzeug unter Einfluss von Marihuana führte. Ein weiterer führte seinen Pkw, ohne dabei im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis zu sein. In beiden Fällen leiteten die Polizistinnen und Polizisten jeweils Ermittlungsverfahren ein.
Bei zehn Fahrzeugführenden stellten die Einsatzkräfte eine mangelnde Ladungssicherung fest, sodass neben der vorläufigen Untersagung der Weiterfahrt entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet wurden.
Darüber hinaus wurden acht Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgrund von Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten, unter anderem aufgrund einer fehlenden Dokumentation, eingeleitet.
Die gestrige Kontrolle bildete den Auftakt für weitere gemeinsame Maßnahmen, bei denen die zuständigen Behörden auch zukünftig wiederkehrend und unangekündigt Einsätze durchführen werden, um Verstöße konsequent zu ahnden und die Bürgerinnen und Bürger weiter zu sensibilisieren.
Wen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Hamburg vom 02.04.2026 gegen 14:06 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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