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Polizei-News Offenburg, 01.01.26: Mittelbaden - Bilanz des Polizeipräsidiums Offenburg zum Jahreswechsel 2025 /

Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Daniel Vogl

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Den Verlauf der Silvesternacht und die damit einhergehenden Sicherheitslage bewertet Polizeipräsident Jürgen Rieger durchaus positiv und zieht ein erfreuliches Resümee. Trotz eines leicht erhöhten Einsatzaufkommens kann er auf einen überwiegend friedlichen Jahreswechsel zurückblicken "Wir haben die Silvesternacht mit einer gut abgestimmten Einsatzstrategie gemeistert", so Präsident Rieger. "Mit einer verstärkten Präsenz kombiniert mit einer effizienten Vorplanung wurde die Sicherheit im öffentlichen Raum gewährleistet. "Wir waren auf verschiedene Szenarien vorbereitet und haben unser Personal entsprechend aufgestockt", erklärt der Polizeipräsident. In der Nacht zum Jahreswechsel wurden alle neun Polizeireviere, der Kriminaldauerdienst, die Polizeihundeführerstaffel sowie das Lagezentrum in Offenburg durch zusätzliche Einsatzkräfte verstärkt. Dies habe die Einsatzbereitschaft deutlich erhöht und den Teams vor Ort geholfen, die Lage optimal zu bewerkstelligen. Ergänzend standen auch Einsatzkräfte von der anderen Rheinseite zur Verfügung. "Auf unsere französischen Polizeikollegen ist Verlass, wenn wir sie brauchen" hob Rieger die gut funktionierende Zusammenarbeit über die Grenze hinweg hervor. Trotz einzelner Vorfälle, die in jeder Silvesternacht vorkommen, bewertet der Polizeipräsident die Lage im Stadtkreis Baden-Baden, im Ortenaukreis sowie im Landkreis Rastatt als insgesamt sicher. "Alle gemeldeten Einsätze werden jeweils nach Dringlichkeit bearbeitet und Straftaten konsequent verfolgt", erklärt er. "Unser primäres Ziel ist es, den Menschen ein friedliches Feiern zu ermöglichen, zur Stelle zu sein, wenn Hilfe benötigt wird und dass meine Kolleginnen und Kollegen wieder gesund aus ihren Einsätzen nach Hause kommen. Uns allen wünsche ich, mit einem guten und positiven Gefühl ins neue Jahr 2026 starten zu können.

Im Einzelnen waren die Kräfte von Polizei gemeinsam mit dem Rettungsdienst und der Feuerwehr in der Silvesternacht mit rund 200 Einsatzlagen konfrontiert.Etwa 50 Mal mussten die Einsatzkräfte zu Bränden ausrücken. Bei einem Großteil davon handelte es sich um Kleinbrände, unter anderem von Mülltonnen, Sträuchern und Pflanzen.Hierbei entstand überwiegend geringer Sachschaden.

Darüber hinaus waren zwei größere Einsatzlagen in Willstätt-Eckartsweier und Rheinmünster-Greffern zu bewältigen.Gegen 21.09 Uhr wurde der Brand im Erdgeschoß eines Mehrfamilienhauses in der Hohnhurster Straße gemeldet. Die Wehrmänner aus Willstätt und Kehl waren mit rund 50 Mann am Einsatzort und konnten das Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile verhindern. Die Bewohner des Anwesens konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Eine Person erlitt eine Rauchgasintoxikation und kam zur medizinischen Versorgung in ein umliegendes Krankenhaus.Der Schaden am Mehrfamilienhaus wird bislang auf etwa 200.000 Euro geschätzt. Die Erforschung zur Brandursache wird in den kommenden Tagen durch das Polizeirevier Kehl fortgesetzt.

Ein weiterer Wohngebäudebrand ereignete sich gegen 04.50 Uhr in Rheinmünster-Greffern. Möglicherweise durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern, geriet zunächst die Fassadenverkleidung eines Einfamilienhauses in Brand, welcher sich in der Folge in der Dämmung des Gebäudes ausbreitete.Glücklicherweise konnten auch hier die Bewohner sowie deren Hund, das Anwesen rechtzeitig und unverletzt verlassen. Der entstandene Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich liegen. Die Beamten des Polizeireviers Bühl haben hier die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Darüber hinaus wurden mittels Pyrotechnik mehrere Briefkästen beschädigt unter anderem auch in Ohlsbach.

In Lahr wurde gegen 02.00 Uhr mit unbekanntem Sprengmittel ein Zigarettenautomat gesprengt und hierdurch sämtliches Bargeld sowie die Zigaretten entwendet.

Bereits kurz vor dem Jahreswechsel konzentrierte sich ein Einsatzschwerpunkt im nördlichen Präsidiumsbereich auf die Baden-Badener Innenstadt. Am Leopoldsplatz hatten sich zu Mitternacht bis zu 500 Personen aufgehalten, um das neue Jahr zu beginnen. Dabei kam es durch das unkontrollierte Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu Unbehagen in der Menschenmenge. Das Polizeirevier Baden-Baden sowie Unterstützungskräfte der umliegenden Reviere und der Bundespolizei rückten daraufhin an und waren für eine längere Zeit am Leopoldsplatz präsent.Die Feuerwehr Baden-Baden war ebenfalls dort im Einsatz, um eine Jalousie an einer Hausfassade zu löschen, welche offensichtlich durch Feuerwerk in Brand geraten war, was den Einsatz durch den Silvestertrubel und inmitten des Abbrennens von Feuerwerksraketen deutlich erschwerte. Nach Erkenntnissen der Polizei wurden durch das Abbrennen von Pyrotechnik keine Besucher und auch keine Einsatzkräfte verletzt.

Unmittelbar nach Mitternacht erlitt ein 42-Jähriger in Lahr durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern den Verlust von drei Fingern an der linken Hand. Zur medizinischen Versorgung wurde er in ein Krankenhaus des Ortenau Klinikums eingeliefert.

Für einen unrühmlichen Abschluss der Silvesternacht sorgte kurz nach 06.00 Uhr eine 30-jährige Fahrzeugfahrerin in Kehl. Ordentlich betrunken widersetzte sie sich den Maßnahmen der Beamten des Polizeireviers. Sie erwartet nun eine Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr sowie des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamten. Eine angegriffene Kollegin des Polizeireviers Kehl wurde hierbei leicht verletzt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Offenburg vom 01.01.2026 gegen 12:28 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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