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Wegovy, Mounjaro und Co.: Abnehmspritze kann vor bestimmten Krebsarten schützen

Abnehmspritzen wie Wegovy oder Mounjaro könnten möglicherweise bei Krebs vor Risiken wie Metastasen schützen. Bild: AdobeStock / Lana Pietukhova

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  • Abnehmspritzen könnten möglicherweise das Krebsrisiko für verschiedene Krebsarten senken
  • Studien geben Hinweise, dass Metastasen durch GLP-1-Agonisten verhindert werden
  • Ein Faktor bei der Senkung des Risikos ist der durch die Medikamente erzielte Gewichtsverlust

Mehr Informationen rund um Abnehmspritzen finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Jährlich erkranken rund eine halbe Million Menschen in Deutschland neu an Krebs. Eine neue Studie zeigt: Medikamente wie Wegovy und Mounjaro könnten nicht nur Metastasen und Krebstote verhindern, sondern auch das Risiko für Entwicklung von Krebszellen selbst verringern. Die Mittel werden inzwischen nicht nur bei Typ-2-Diabetes, sondern auch als Abnehmspritzen bei starkem Übergewicht eingesetzt.

Welche Krebsarten werden durch Abnehmspritzen gehemmt?

Forscher vermuten, dass die Abnehmspritzen entzündliche Prozesse im Körper ausbremsen und so möglicherweise vor der Entwicklung verschiedener Krebsarten schützen können. Darauf weist unter anderem eine aktuelle Studie hin, die jüngst beim weltweit größten Krebskongress ASCO in Chicago vorgestellt wurde. Dabei stellten die Forscher fest: Bei Lungen- und Brustkrebs entwickelten etwa neun von zehn mit den Medikamenten behandelten Patienten keine Metastasen. Bei Darmkrebs blieben 87 Prozent frei von Metastasen, während rund 81 Prozent bei Leberkrebs keine Metastasen entwickelten.

Abnehmspritzen schützen unter anderem durch Gewichtsverlust vor Krebs

Besonders spannend: Auch für andere Krebserkrankungen zeigten sich in früheren Studien bereits positive Effekte. So untersuchte Elizabeth McDonald von der University of Pennsylvania Daten von mehr als 111.000 Frauen. Ihre Analyse zeigt: Frauen, die mit Abnehmspritzen behandelt wurden, hatten ein um 30 Prozent verringertes Risiko für Brustkrebs.

Weiterhin zeigte sich auch bei einer im FachmagazinJAMA Oncology veröffentlichten Studie,dass die Einnahme von GLP-1-Agonisten mit einem signifikant geringeren Risiko für Darmkrebs verbunden ist, wenn man sie mit den meisten anderen Diabetesmedikamenten vergleicht. Da Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) erhebliche Risikofaktoren für die Entstehung von Darmkrebs sind, untersuchten die Forschenden diese Gruppe gesondert. Bei Patientinnen und Patienten mit Übergewicht oder Adipositas war der schützende Effekt der GLP-1-Agonisten noch ausgeprägter.

Die Studie liefert Hinweise darauf, dass die Risikoreduktion zwei wesentliche Ursachen haben könnte:

  • Gewichtsverlust: Da GLP-1-Agonisten stark zur Gewichtsreduktion beitragen, wird ein Teil des Effekts schlicht auf den Abbau des Risikofaktors Übergewicht zurückgeführt.
  • Direkte biologische Effekte: Neben der Gewichtsabnahme besitzen GLP-1-Agonisten pleiotrope (vielfältige) Wirkungen, darunter die Regulierung des Blutzuckerspiegels sowie entzündungshemmende und immunmodulierende Eigenschaften, die der Krebsentstehung direkt entgegenwirken könnten.

Wie relevant sind die Forschungsergebnisse für die Krebsmedizin?

Trotz der euphorischen Studienergebnisse bleibt zu betonen, dass es sich hierbei primär um Beobachtungsdaten handelt. Die genauen biologischen Mechanismen - wie die Regulierung von Entzündungen im Gewebe und der Einfluss auf das Immunsystem - müssen nun in klinisch kontrollierten Studien validiert werden. Die Abnehmspritze wird das klassische Repertoire der Krebstherapie (Chemo-, Immun- und Strahlentherapie) vorerst nicht ersetzen, könnte sich jedoch in naher Zukunft als mächtiges, begleitendes Werkzeug in der Krebsprävention und -nachsorge etablieren.

Dieser Artikel wurde nach umfassender Recherche erstellt und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Im Notfall sollten Sie immer einen Mediziner oder den Rettungsdienst um Hilfe bitten.

Hier können Sie mehr über Abnehmspritzen wie Wegovy und Mounjaro lesen:

/loc/news.de

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